In der Sendung "360º - Die Geo-Reportage" wird am Samstag, dem 18. Juni 2005, um 22.05 Uhr der Einsatz von Katastrophenhelfern in der Türkei rekonstruiert. Es wird gezeigt, wie sich die Männer und Frauen der deutschen SEEBA (Schnelleinsatzeinheit für Bergungseinsätze im Ausland) im Training auf den "Ernstfall Erdbeben" vorbereiten. Im Pressetext heißt es dazu:
"Um halb sechs Uhr morgens greift Peter Schäfer verschlafen zum Hörer: 'Im Westen der Türkei gab es heute Nacht ein starkes Erdbeben - du musst sofort kommen.' Überall in Deutschland werden freiwillige Helfer des Technischen Hilfswerks auf diese Weise aus dem Schlaf gerissen. Sie gehören einer Einsatzeinheit an, die Rettungsdienst bei Naturkatastrophen leistet. Die Helfer der SEEBA (Schnelleinsatzeinheit für Bergungseinsätze im Ausland) sind jederzeit einsatzbereit, denn im Katastrophenfall zählt jede Minute. Innerhalb von sechs Stunden können sie mit bis zu 20 Tonnen Ausrüstung das Land verlassen. In der Türkei angekommen, beginnt das Team sofort mit der Rettung von Menschenleben. Die Retter wissen genau, an welcher Stelle am ehesten noch Überlebende zu finden sind. Leicht ist diese Aufgabe nicht, denn von einem fünfstöckigen Gebäude bleibt oft nur noch ein dreieinhalb Meter hoher Schutthaufen. In einer solchen Situation kommen Suchhunde zum Einsatz. Ist dann ein Überlebender lokalisiert worden, gilt es, ihn mit Hilfe modernster Technik möglichst schnell und vorsichtig zu befreien. Trotzdem brauchen zwölf Leute zusammen durchschnittlich sechs Stunden, um einen einzigen Menschen zu bergen. Die Helfer überstehen solche Aktionen nicht ohne Spuren. Viele von ihnen leiden unter akuten Stresssymptomen und versuchen später in Therapiesitzungen, ihre Erfahrungen zu bewältigen."
Wiederholungen: am Sonntag, 19. Juni 2005, um 15.20 Uhr und am Samstag, 25. Juni 2005, um 11.50 Uhr