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Wenn Warnungen nicht alle erreichen

CBM-Projekt macht Katastrophenvorsorge inklusiv

Ein von der CBM gefördertes Projekt in Guatemala und Honduras zeigt, wie Frühwarnsysteme von Beginn an inklusiv geplant werden können – mit Erkenntnissen, die auch für den Bevölkerungsschutz in Deutschland relevant sind.

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) fördert in Guatemala und Honduras ein Projekt zur inklusiven Katastrophenvorsorge, das über 14 Monate laufen und in dieser Zeit rund 1.300 Menschen in den betroffenen Gebieten erreichen soll. Beide Länder gehören laut Weltrisikobericht 2026 des Bündnisses Entwicklung hilft zu den Staaten mit besonders hohem Sturmrisiko, wobei Guatemala Rang 18 und Honduras Rang 19 belege.

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Im Mittelpunkt des Projekts stehe die aktive Einbindung von Menschen mit Behinderungen in die Katastrophenvorsorge. Gemeinsam mit Betroffenen aus den Gemeinden soll geprüft werden, welche Risiken bestünden, wie Warnungen die Bevölkerung erreichten und wo im Ernstfall Barrieren entstehen könnten, etwa bei Evakuierungswegen und Notunterkünften. Nicht allein Anzahl und Stärke von Stürmen entscheiden über das Risiko für die Bevölkerung, sondern auch, ob Menschen rechtzeitig gewarnt würden und sich in Sicherheit bringen könnten. Menschen mit Behinderungen würden bei der Katastrophenvorsorge bislang häufig nicht ausreichend berücksichtigt.

Der Ansatz sei auch für den Bevölkerungsschutz in Deutschland relevant, da sich die zentrale Frage überall gleich stelle: ob eine Warnung im Ernstfall tatsächlich alle Betroffenen erreiche. Würden Menschen mit Behinderungen von Beginn an in die Planung einbezogen, ließen sich Barrieren frühzeitig erkennen und Warn- sowie Evakuierungssysteme entsprechend anpassen. Das Projekt soll dazu technische Lösungen mit lokaler Beteiligung verbinden, damit aus einer Warnung im Ernstfall auch tatsächlich eine Handlung werden könne.