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Zwei Länder planen digitale Versorgungsbrücke
Telemedizinnetz Nord-Ost soll Kliniken vernetzen
Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein wollen ein gemeinsames, länderübergreifendes Telemedizinnetz Nord-Ost aufbauen. In einem ersten Schritt solle die Vernetzung der stationären Leistungserbringer beider Länder vorangetrieben werden, perspektivisch sei jedoch eine sektorenübergreifende Ausrichtung vorgesehen. Alle Krankenhäuser sollen über die Krankenhauspläne bzw. Landeskrankenhausgesetze zur Anbindung verpflichtet werden.
Ein erster Schwerpunkt liege auf dem Aufbau von Telekonsilen und Televisiten, wobei sich konkrete Anwendungen insbesondere in der Pädiatrie sowie der Not- und Unfallversorgung anböten. Von Beginn an solle das Netz so angelegt sein, dass eine spätere Anbindung ambulanter Angebote, die Vernetzung mit dem Rettungsdienst sowie die Verzahnung mit weiteren Gesundheitsdiensten möglich sei; auch die Einbindung in Katastrophenschutz- und Krisenvorsorgestrukturen solle mitgedacht werden.
Eine koordinierende Rolle sollen die Universitätsmedizin Rostock und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein übernehmen, unterstützt von den Krankenhausgesellschaften beider Länder. Finanziert werden solle der Aufbau über den Krankenhaustransformationsfonds, aus dem bis 2035 Transformationsprojekte gefördert werden können. Geplant sei nach einer kurzen Konzeptionsphase ein gemeinsamer Förderantrag beim Bundesamt für Soziale Sicherung. Zu den zentralen Herausforderungen zählten die Länder u.a. Datenschutz und IT-Sicherheit, technische Interoperabilität sowie eine langfristig tragfähige Finanzierung des laufenden Betriebs.