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15. Fachtagung Luftrettung in Mainz

29.10.2013, 15:55 Uhr

Dr. Erwin Stolpe, Medical Director, und Thomas Burkhardt, ADAC Vizepräsident für Technik, auf der 15. Fachtagung Luftrettung (Fotos: ADAC Luftrettung, 1+2, H. Scholl, 3)

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„Akutmedizinische Grundversorgung bei Tag und Nacht!?“

In der Mainzer Rheingoldhalle steht seit heute die Luftrettung im Fokus der gleichnamigen Fachtagung, die von der ADAC Luftrettung zum 15. Mal veranstaltet wird. Mehr als 400 Experten tauschen sich hier noch bis zum 31. Oktober über die Zukunft des „Hubschrauber-Rettungsdienstes“ aus. Im Mittelpunkt der Tagung werden an den folgenden zwei Tagen der Strukturwandel – sowohl in der Notfallmedizin als auch im Gesundheitswesen –, die Regelungsvielfalt und die daraus resultierenden Kostensteigerungen stehen. Neben zahlreichen Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen werden auch Workshops zur Fort- und Weiterbildung der Luftretterinnen und Luftretter angeboten.

Dr. Matthias Ruppert, Leitung Medizin der ADAC Luftrettung, führte zum gegenwärtigen Stand der Luftrettung aus, dass Sekundärtransporte (Intensivverlegungsflüge) bei Nacht bereits heute zur luftrettungsdienstlichen Routine gehörten. Allerdings seien zukünftig auch Primäreinsätze bei Nacht notwendig, mit denen die Patienten einer zeitgerechten Therapie in einem medizinischen Zentrum zugeführt werden können. Dabei, betonte Dr. Ruppert, müsse ein Höchstmaß an Sicherheit das alles entscheidende Kriterium zur Durchführung von Primäreinsätzen bei Nacht sein. Der wesentlich komplexere Nachteinsatz erfordere deshalb u.a. auch eine längere Vorbereitung und eine intensivere Landeplatzauswahl.

Susanne Matzke-Ahl von der Geschäftsleitung der ADAC Luftrettung bezeichnete die Fachtagung Luftrettung als den einzigen deutschsprachigen, interdisziplinären Kongress auf dem Gebiet der Luftrettung, der stets neue Impulse für die Weiterentwicklung setze. Dabei stünden die Veränderungen in Medizin und Recht im Mittelpunkt des Interesses. Vor diesem Hintergrund stellte Frau Matzke-Ahl deutlich heraus, dass die Leistungsparameter für die Einsatzmaschinen erheblich angehoben worden seien. Dies wiederum habe dazu geführt, dass der ADAC 130 Mio. Euro in neue Hubschrauber investieren musste. Daher sei eine gesicherte Finanzierung die zukünftige Herausforderung schlechthin. (Scholl)

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