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20 Jahre „Christoph Thüringen“

11.05.2012, 09:01 Uhr

Im Bild (v.l.n.r.): T. Münsterer, Geschäftsführer HDM Luftrettung gGmbH, C. Reuter, Bundesgeschäftsführer des ASB-Bundesverbandes, M. Walsmann, Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Dr. med. D. Hammer, Leitender Notarzt der Station Bad Berka und Prof. Dr. med. N. Presselt, Ärztlicher Direktor der Zentralklinik Bad Berka sowie die Crew (Foto: DRF Luftrettung)

Feierlichkeiten mit gemischten Gefühlen

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens lud die HDM Luftrettung in Thüringen unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht vorgestern zu einer Feierstunde an der Station Bad Berka (Landkreis Weimarer Land) ein. Rund 80 Gäste waren der Einladung gefolgt, unter ihnen Kooperationspartner aus Politik, Rettungsdienst und Medizin. Thomas Münsterer, Geschäftsführer der HDM Luftrettung gGmbH, eröffnete den Festakt und ließ die Geschichte der Luftrettungsstation kurz Revue passieren: „Vor zwei Jahrzehnten haben wir in Thüringen einen Hubschrauber stationiert, um die Luftrettung weiterzuentwickeln. Und dies haben wir erreicht: Bis heute ist die Besatzung zu rund 13.000 Einsätzen gestartet, davon waren über 30 Prozent Nachteinsätze. Als einziger 24-Stunden Intensivtransporthubschrauber in Thüringen sind wir heute ein etabliertes Rettungsmittel.“

Marion Walsmann, Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chefin der Thüringer Staatskanzlei, betonte: „20 Jahre Intensivtransporthubschrauber ‘Christoph Thüringen’ – das ist etwas ganz Besonderes. Bis heute ist er der einzige seiner Art in ganz Thüringen.“ Neben Worten des Lobes wurde aber auch Sorge um den Fortbestand geäußert, da Ausschreibungen und Preisdruck „dieses etablierte System“ gefährdeten, so Christian Reuter, Bundesgeschäftsführer des ASB-Bundesverbandes.

Der an der Zentralklinik Bad Berka stationierte Hubschrauber der HDM Luftrettung ist mit zwei Piloten, einem Notarzt und einem Rettungsassistenten besetzt. Er ist 24 Stunden täglich einsatzbereit und mit allen – für eine optimale Versorgung von Intensivpatienten notwendigen – medizintechnischen Geräten ausgerüstet. Nachts werden überwiegend Transporte von Patienten zwischen Kliniken durchgeführt. Darüber hinaus werden in der Nacht bei gezielter Anforderung durch einen Notarzt vor Ort auch Notfalleinsätze geflogen. Innerhalb von 15 Minuten kann der Hubschrauber jeden Einsatzort im Umkreis von 50 Kilometern Luftlinie erreichen. Zum Team gehören acht Piloten, acht Rettungsassistenten und 25 Notärzte.

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