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25 Jahre Rettungshubschrauber in Uelzen

25.09.2006, 11:30 Uhr

Foto: ADAC

Über 20.000 Rettungsflüge in der Heide und der Altmark

Am 22. September 2006 feierte der ADAC-Rettungshubschrauber „Christoph 19“ sein 25-jähriges Jubiläum. Interessierte hatten die Möglichkeit, während der „Uelzener Gesundheitstage“ im Klinikum Uelzen den Rettungshubschrauber und die Hubschrauberstation zu besichtigen, an der am 21. September 1981 mit „Phönix 14“ nach „Christoph 4“ in Hannover der zweite Rettungshubschrauber in Niedersachsen in Dienst gestellt wurde. Der Hubschrauber – eine Dauphin 365 C2 – und die Piloten bzw. Bordwarte wurden damals von der Polizeihubschrauberstaffel in Hannover gestellt. Die medizinische Besatzung stellte mit den Anästhesisten das Kreiskrankenhaus Uelzen und mit den Rettungssanitätern das DRK in Uelzen. Organisatorisch und abrechnungstechnisch hatte der ADAC die Federführung übernommen. Im ersten Dienstjahr konnten damals bereits 558 Einsätze verzeichnet werden.

Zum 27. April 1983 übernahm dann die ADAC-Luftrettung mit einer BO 105 CBS und eigenen Piloten die Rettungshubschrauberstation unter dem Rufnamen „Christoph 19“. Seit der Grenzöffnung erweiterte sich der Radius auch auf die Altmark und weitere Landkreise in den angrenzenden östlichen Bundesländern, seit dem 17. Juni 2004 fliegt auf der Station ein Rettungshubschrauber der neuesten Generation vom Typ EC 135 P2 und erreicht jährlich weit über 1.000 Einsätze. Bei über 20.000 Einsätzen konnten über 17.000 Patienten versorgt werden.

Der spektakulärste Einsatz von „Christoph 19“ war das Zugunglück von Eschede am 3. Juni 1998, bei dem der RTH das erste Rettungsmittel am Ort war. Zu einem Unfall mit tödlichem Ausgang kam es, als ein Pilot am 20. Januar 2003 ohne zwingenden Grund und rechtswidrig eine Brücke des Elbeseitenkanals unterflog.

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