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250 Ertrunkene im Sommer 2013

12.09.2013, 09:15 Uhr

Foto: DLRG

Zahl der verunglückten Kinder hat sich mehr als verdoppelt

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat die Zahl der Ertrunkenen in diesem Jahr veröffentlicht. Bis August sind in deutschen Gewässern mindestens 361 Menschen ertrunken. Das sind 93 Opfer mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Todesfälle durch Ertrinken stiegen damit um 34,7%. Allein in den Ferienmonaten Juni bis August kamen 250 Menschen im Wasser ums Leben. Im Vergleich mit dem Sommer 2012 verloren 114 Menschen mehr ihr Leben.

Beim Hochwasser im Mai und Juni starben vier Menschen. 81% ertranken in Binnengewässern: 142 Menschen kamen in Flüssen und Bächen um, 138 in Seen und 11 Menschen starben in Kanälen. In den Meeren starben 22 Personen, 17 davon in der Ostsee, 5 in der Nordsee. 11 Menschen ertranken in einem Schwimmbad, 7 in einem privaten Gartenteich oder Swimmingpool, 30 weitere verloren in einem Hafenbecken, Graben oder an anderen Orten ihr Leben. Die meisten Opfer ertranken in unbewachten Gewässern. Selbstüberschätzung, gesundheitliche Vorschädigungen, Übermut, Leichtsinn und Unkenntnis über objektive Gefahren seien oft ursächlich für tödliche Unfälle im Wasser.

Bisher sind 32 Jungen und Mädchen im Alter bis 15 Jahren ertrunken. Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum hat sich die Zahl der Kinder mehr als verdoppelt. 11 Opfer gab es bei Kindern im Vorschulalter, 12 waren im Grundschulalter zwischen 6 und 10 Jahre alt und 9 zwischen 11 und 15. 171 Personen waren 50 Jahre und älter, als sie ertranken. In den Altersklassen 51 bis 55 und 71 bis 75 ertranken jeweils 27 Männer und Frauen. In diesem Jahr besonders betroffen waren die 46- bis 50-Jährigen. 31 in dieser Altersgruppe verloren im Wasser ihr Leben. Besonders betroffen sind ältere Männer. Keine Veränderungen gegenüber den Vorjahren gibt es in der Verteilung nach Geschlecht: 70 ertrunkenen Frauen (19%) stehen 290 Männer (81%) gegenüber.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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