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31% Fehlintubationen durch US-Paramedics

25.11.2009, 08:13 Uhr

Foto: P. Knacke

Neue Studie zur Intubation in Miami

 

In den USA wurde eine neue Studie zum Airwaymanagement veröffentlicht. Sie entstand in der Zeit von August 2003 bis Juni 2006 am Ryder Trauma Center in Miami. Eingeschlossen in diese Untersuchung wurden zunächst alle Patienten, die im genannten Zeitraum ein präklinisches Trauma erlitten haben und bei denen ein Atemwegsmanagement notwendig war. Ausgeschlossen wurden alle Patienten, bei denen initial keine Intubation möglich war. Ziel war die Bestimmung von präklinischen Fehlintubationen in Korrelation mit der Krankenhaussterblichkeit und der mögliche Identifizierung von Risiken bei der präklinischen Intubation.

Bei insgesamt 1.320 Traumapatienten konnte im Traumazentrum nach Einlieferung durch die Paramedics ein Tubus durch einen Anästhesisten platziert werden. 203 dieser Patienten waren anfangs durch den Rettungsdienst bereits intubiert worden. Davon überlebten 74 (36%) und konnten das Krankenhaus nach Therapie verlassen. 63 (31%) der 203 Patienten waren fehlintubiert, z.T. auch mit alternativen Atemsicherungssystemen. Dies überlebten nur 18  Patienten (29%).

Interessant daran ist, dass kein Unterschied in der Sterblichkeit zwischen initial intubierten und nicht-intubierten Patienten vorlag. Die Initiatoren der Studie schlagen nun vor, bei Traumapatienten die Beutel-Masken-Beatmung durchzuführen, wenn eine sichere präklinische Intubation nicht durchgeführt werden kann.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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