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40 Mio. Euro in Zentrum für Sicherheit und Notfallrettung investiert

01.04.2026, 13:10 Uhr

Foto: DRK-Kreisverband Rems-Murr e.V.

Richtfest im Rems-Murr-Kreis


„Gemeinsam für Ihre Sicherheit“ – dies war die Botschaft, die Landrat und DRK-Präsident Dr. Richard Sigel sowie DRK-Kreisgeschäftsführer Sven Knödler am 24. März 2026 beim Richtfest für die neue Integrierte Leitstelle Rems-Murr, die DRK-Rettungswache sowie die DRK-Kreisgeschäftsstelle in Waiblingen verkündeten, die gegenüber der Rundsporthalle entstehen. Rund 200 Gäste besichtigten beim Richtfest die zukünftige Fahrzeughalle der Rettungswache, deren Wände fast 10 m hoch sind. Ab 2027 sollen von dort aus RTW und NEF ausrücken. Für die Veranstaltung wurden Einsatzleitwagen von Rettungsdienst, DRK Bereitschaften und Feuerwehr in der Halle aufgestellt.

Bis Mitte nächsten Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, die DRK-Kreisverband, Krankenkassen, der Rems-Murr-Kreis, das Land Baden-Württemberg und das Regierungspräsidium Stuttgart gemeinsam finanzieren. Für rund 40 Mio. Euro entsteht dieses moderne Zentrum für die Sicherheit und Notfallrettung im Kreis. Rund 17,3 Mio. Euro werden dabei in die Leitstelle investiert sowie 22,7 Mio. Euro in die Lehrrettungswache und Kreisgeschäftsstelle. Die Wache wird dabei mit einer Förderung des Landes in Höhe von drei Millionen berücksichtigt.

Die neue Integrierte Leitstelle soll durch moderne digitale Vernetzung eine hohe Ausfallsicherheit bieten und die Zusammenarbeit bei größeren Einsatzlagen erleichtern. Die Gesamtkosten (inkl. 5,7 Mio. Euro für die Technik) tragen der Landkreis (45%) und die Krankenkassen (55%). Der dreigeschossige Bau bietet zudem Räume für dem taktisch-operativen Führungsstab der Blaulichtorganisationen, der im Krisenfall gemeinsam mit dem Verwaltungsstab des Landkreises und den betroffenen Kommunen zusammenarbeitet. Die Leitstelle erhält redundante Serverräume, und im Notfall kann sie über zwei Backup-Systeme mehr als 150 h autark betrieben werden. Bei Bedarf lassen sich die Räume schnell so anpassen, dass haupt- und ehrenamtliche Führungskräfte die Einsätze effizient koordinieren können.

Die neue Lehrrettungswache wird rund 5,5 Mio. Euro kosten und liegt verkehrsgünstig an der B14 und der B29. Eine separate Alarmausfahrt am südlichen Grundstücksrand soll ein schnelles Ausfahren ermöglichen. Der Neubau bietet moderne Arbeits- und Aufenthaltsbereiche für etwa 40 Einsatzkräfte sowie zusätzliche Räume für Aus- und Fortbildung.

Auch werden die bislang ausgelagerten Angebote des DRK Kreisverbandes am neuen Standort der Geschäftsstelle gebündelt. Hausnotruf, Mobile Dienste, Pflege und Verwaltung sind dann zentral untergebracht. Die Kreisgeschäftsstelle bietet moderne Lehr  und Schulungsräume, Aufenthalts  und Besprechungsbereiche sowie eine kleine Cafeteria. Ein Innenhof sorgt für Tageslicht in den Büros. Modulare Büro- und Besprechungsräume ermöglichen eine flexible Nutzung und bieten im Katastrophenfall Platz für haupt- und ehrenamtliche Führungskräfte. 

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