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70 bis 750 Euro mehr Gehalt für Notfallsanitäter

21.10.2020, 13:09 Uhr

Foto: Drolshagen

Tarifverhandlungen beim Deutschen Roten Kreuz


Für 50.000 Beschäftigte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) beginnen am 22. Oktober 2020 in Kassel die Tarifverhandlungen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di) fordert für die Tarifbeschäftigten beim DRK eine Gehaltssteigerung von 5,5%, mindestens aber 150 Euro für 12 Monate. Ebenfalls sollen die Ausbildungsvergütungen um 150 Euro monatlich steigen.

Besonders die Notfallsanitäter sowie die Alten- und Krankenpfleger bedürfen einer zusätzlichen Aufwertung, so die Gewerkschaft. Je nach Beschäftigungszeit sollen Notfallsanitäter zwischen 70 und 750 Euro monatlich mehr erhalten. Für examinierte Kräfte in der Alten- und Krankenpflege fordert Ver.di eine monatliche Pflegezulage von 300 Euro. Neu in den Tarifvertrag aufgenommen werden soll eine Gefahrenzulage von 35% bei Arbeiten mit infektiösen Patientinnen und Patienten.

Zusätzlich soll es in Zukunft keine unbezahlten Arbeitszeitverlängerungen mehr geben, sagt Sylvia Bühler, Vorstandsmitglied bei Ver.di. Die Sonderregelung im Rettungsdienst stamme noch aus Zeiten, in denen das Einsatzaufkommen die Beschäftigten bei Weitem nicht so belastet hat. Aktuell steht in dem bestehenden Tarifvertrag, dass Beschäftigte im Rettungsdienst wöchentlich bis zu 6,5 Stunden ohne Vergütung arbeiten. Diese überlangen Arbeitszeiten sind laut Ver.di heute nicht mehr akzeptabel. Beim DRK arbeiten insgesamt rund 150.000 Menschen. Nur ein Drittel ist über die Bundestarifgemeinschaft DRK tarifgebunden.

+++ Update vom 23. Oktober 2020: Die Verhandlungen wurden vertagt. Laut DRK-Generalsekretär Christian Reuter sei es deutlich geworden, dass weitere Verhandlungsrunden erforderlich seien. Das Angebot von Ver.di sei sehr weit vom finanziell Machbaren entfernt. Als Termin für die Fortführung der Verhandlungen wurde der 18. November 2020 festgelegt. +++

Die komplette Meldung des DRK gibt es hier.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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