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Ab 2012 weniger Fahrten für Stuttgarts Baby-NAW?

20.02.2007, 09:02 Uhr

Foto: J. Fries

Im Juni beginnen die Arbeiten am Neubau der Kinder- und Frauenklinik

Bereits 2005 hatte der Gemeinderat der Stadt Stuttgart die Zusammenlegung von Olgahospital und städtischer Frauenklinik in einem Neubau in unmittelbarer Nähe des Katharinenhospitals beschlossen. Der Klinikneubau wird mit geschätzten Baukosten in Höhe von 268 Mio. Euro der derzeit größte und teuerste Krankenhausneubau Deutschlands sein. Die Abrissarbeiten am künftigen Standort, der zur Jahreswende 2011/2012 bezugsfertig sein soll, beginnen noch im Laufe dieser Woche. Bereits jetzt ist die Frauenklinik am Standort Bad Cannstatt mit 2.491 Geburten die Nummer eins in Baden-Württemberg.

In der baden-württembergischen Landeshauptstadt waren die unter dem Dach des Klinikums Stuttgart geführten städtischen Frauen- und Kinderklinik bislang räumlich getrennt, nur am Standort Bad Cannstatt betreibt die dortige Frauenklinik seit April 2005 eine neonatologische Intensivstation, die von Ärzten des Olgahospitals betreut wird. Trotzdem ist in bestimmten Fällen eine Verlegung der Neugeborenen nicht zu vermeiden. So mussten z.B. im Jahr 2005 von den dort geborenen 480 Babys ein Prozent wegen eines Herzfehlers oder einer notwendigen Operation unmittelbar nach der Geburt mit dem vom DRK Stuttgart betriebenen Baby-Notarztwagen ins Pädiatrische Zentrum der Landeshauptstadt Stuttgart, dem Olgahospital, verlegt werden. Weitere 25% der Kinder wurden nach der Entlassung der Mutter ins „Olgäle“ gebracht. Da zudem die anderen Stuttgarter Frauenkliniken über keine geeigneten Behandlungseinrichtungen für Früh- und Neugeborene verfügen, liegt die Einsatzzahl des im Frühjahr 2004 in Dienst gestellten Baby-NAW bislang jährlich bei rund 800 Fahrten. (FRI)

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