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ADAC führt erste Verlegungsflüge von Corona-Patienten durch

25.03.2020, 15:58 Uhr

Foto: ADAC-Luftrettung

Alle RTH/ITH uneingeschränkt verfügbar


Wie die ADAC-Luftrettung heute mitteilte stellt die Corona-Pandemie auch die Luftrettung in Deutschland vor Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund gelten auch an den bundesweit 37 Luftrettungsstationen des ADAC erhöhte Sicherheitsmaßnahmen. Derzeit seien alle RTH/ITH der ADAC-Luftrettung uneingeschränkt verfügbar. Am Montag wurden bereits zwei Corona-Patienten mit den ADAC-RTH „Christoph 66“ Eßweiler und „Christoph 77“ Mainz aus dem lothringischen Metz nach Homburg im Saarland geflogen. Laut Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC-Luftrettung, können zwei weitere ADAC-Hubschrauber bereitgestellt werden, falls die Lage eskaliere. Bisher sei es noch zu keinen Infektionen unter den Mitarbeitern gekommen.

Zum Schutz der Mitarbeiter haben außer der Crew keine Personen Zutritt zu den Luftrettungsstationen und auch Mitflüge zur Ausbildung seien derzeit ausgesetzt, zudem wurden größere Meetings abgesagt. Darüber hinaus gelte auch an den Luftrettungsstationen, soweit möglich, ein Mindestabstand von zwei Metern. Neben dem Einsatz von Schutzmasken und Schutzanzügen kämen auch verstärkt Desinfektionsmittel zum Einsatz. Bei einem Corona-Verdachtsfall gelten zu den Basis-Hygiene-Maßnahmen auch die eigenen Standards für einen Lufttransport der Schutzkategorie III, in die ein Corona-Verdachtsfall automatisch fällt. Der Patient dürfe dann nur noch im beatmeten Zustand transportiert werden. Dies gelte jedoch auch für alle anderen schwerwiegenden Atemwegserkrankungen. Die ADAC-Luftrettung weist darauf hin, dass bei Notrufen von vielen Leitstellen nachgefragt werde, ob sich der Patient in Risikogebieten aufgehalten habe oder Symptome zeige. So könne der Rettungsdienst einschließlich der Luftrettung adäquat auf einen möglichen Corona-Verdachtsfall reagieren. (Scholl)

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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