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Ambulanz Frisch übernimmt neue Rettungswache im Saarland

13.01.2016, 09:12 Uhr

Fotos: ZRF Saar

Betrieb läuft bereits seit Juli 2015

Am 15. Dezember 2015 erfolgte die offizielle Einweihung der neuen Rettungswache im saarländischen Erbringen, einem Ortsteil der Gemeinde Beckingen. Im Zuge einer Ausschreibung wurde der Auftrag zur Durchführung des Rettungsdienstes an der Rettungswache in Erbringen an das Unternehmen Ambulanz Frisch GmbH vergeben, dessen Mitarbeiter bereits am 1. Juli 2015 das Gebäude bezogen und den Rettungswagen ab sofort an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr besetzen. Bis zur Einweihung wurden von Erbringen aus bereits bei über 300 Notfälle behandelt und 120 Krankentransporte durchgeführt.

Wie in einem unabhängigen Gutachten festgestellt wurde, zählte die Region rund um Erbringen – landläufig auch als Hausstadter Tal bezeichnet – zu denjenigen, in denen durch lange Anfahrtszeiten die vom Gesetzgeber vorgegebenen Hilfsfrist von 12 Minuten nicht immer eingehalten werden konnte. Deswegen war dort wie in weiteren acht Regionen ein neuer Rettungsdienst-Standort empfohlen worden. Nach Abstimmung mit den Krankenkassen und dank der Unterstützung der Gemeinde Beckingen bei der Suche nach einem Bauplatz in verkehrsgünstiger Lage wurde im Oktober 2014 mit dem Neubau begonnen. Nach neun Monaten Bauzeit ist die neue Rettungswache im Juli 2015 offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden.

Das neue Gebäude in der Durchgangsstraße von Erbringen fällt durch eine moderne Fassadengestaltung auf. Die Innengestaltung ist durch eine funktionale Raumaufteilung auf die Bedürfnisse einer Rettungswache angepasst. Neben den nüchternen Funktionsräumen für Lagerhaltung, Desinfektion und Materialwartung findet sich ein ausreichend groß dimensionierter Aufenthaltsraum mit Küchenzeile sowie Ruheräume für die zweiköpfige Besatzung des Rettungswagens. Bauträger dieser Maßnahmen wie aller anderen saarländischen Rettungwachen-Neubauten war die RDS GmbH, ein Tochterunternehmen des ZRF Saar. Das Gebäudekonzept mit einer Nutzfläche von 150 m² berücksichtigt dank einer hochwärmegedämmten Außenfassade, Wärmeschutzverglasung, Regenwassernutzungsanlage und einer Holzpellets-Heizungsanlage auch energetische Aspekte. Rund 450.000 Euro wurden investiert, von denen die Hälfte durch Zuschüsse des Landes und der Landkreise gedeckt sind.

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