Mit Zustimmung des Landes Niedersachsen führten die Landkreise Vechta, Cloppenburg und Goslar sowie die Stadt Oldenburg Anfang 2025 im Rahmen eines gemeinsamen Projektes die neue Versorgungsressource Akuteinsatzfahrzeug (AEF) im Rettungsdienst ein. Ziel des zweijährigen Projektes ist es, die Versorgung bei nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen oder Verletzungen bedarfsgerecht anzupassen und Rettungsdienst sowie Notaufnahmen auch mithilfe telenotfallmedizinischer Unterstützung dauerhaft zu entlasten.
Das AEF erweitert den Rettungsdienst im Landkreis Vechta um eine flexible, ressourcenschonende Einsatzform und übernimmt aktuell fünf bis sieben Einsätze täglich. Durch professionelle Ersteinschätzungen und medizinische Versorgung vor Ort hilft es, unnötige RTW-Einsätze und Klinikaufenthalte zu vermeiden. Besetzt ist es mit speziell geschulten Gemeindenotfallsanitäterinnen und ‑sanitätern.
Ein weiterer Baustein des Projektes ist die Anbindung an die Telenotfallmedizin. Nach abgeschlossener Schulung und technischer Ausstattung wurde der Landkreis Vechta im Dezember offiziell in das Telenotfallmedizinkonzept Niedersachsen integriert. Den telenotärztlichen Dienst übernehmen die Leitstellen Goslar und Ems‑Vechte. In Zukunft werden alle NEF, RTW und Notfall‑KTW des Regelrettungsdienstes schrittweise angebunden. Außerdem wird das Projekt durch eine wissenschaftliche Begleitforschung des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport unterstützt.

