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Angriffe auf Notärzte und Sanitäter

16.07.2009, 12:50 Uhr

Foto: BilderBox

Immer häufiger werden Helfer im Rettungsdienst von Betrunkenen tätlich angegriffen. Nicht nur Jugendliche, sondern angetrunkene Patienten jeden Alters zeigen sich zunehmend aggressiv. Hilfe wird oft nicht als solche anerkannt, die Retter hingegen werden als Eindringlinge in die Privatsphäre betrachtet. Zum Teil werden die Patienten schon unter Polizeibegleitung in die Klinik gebracht.

 

Um das Personal vor Angriffen zu schützen, verfügt beispielsweise das Greifswalder Universitätsklinikum über einen eigenen Sicherheitsdienst. Tätliche Angriffe können zwar meist im Vorfeld vereitelt werden und zu größeren Sachschäden in der Notaufnahme ist es bislang nicht gekommen. Doch scheint es, dass der Respekt vor den Rettern zunehmend verloren gehe.

 

Auch die Schweriner Berufsfeuerwehr kennt Angriffe auf ihr Rettungspersonal. Ein Team bestehe daher aus mindestens zwei oder drei Rettungskräften, regelmäßig werden die Einsatzkräfte psychologisch geschult. Bei Einsätzen mit aggressiven Patienten ist es vor allem wichtig, dass sich die Retter beim Einsatz nicht selbst gefährden. Auf der Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Rostock kennt man ebenfalls randalierende Patienten. Und auch das Rostocker Südstadt-Klinikum veränderte die Räume der Notaufnahme derart, dass das Personal hinter einer Glasscheibe gesichert ist, während die Notaufnahme der Schweriner Helios-Kliniken so umgebaut wird, dass die Patienten erst nach der Aufnahme in den geschlossenen Wartebereich gelangen können.

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