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Arbeitgeber unterstützen Ehrenamt unzureichend

08.07.2013, 15:34 Uhr

Foto: H. Scholl

Studie der CDU-Fraktion im Saarland

Aus einer durch die Landtagsfraktion der CDU im Saarland bei der Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung (GMS) in Hamburg in Auftrag gegebenen Studie geht hervor, dass sich die saarländischen Ehrenamtlichen einerseits mehr Unterstützung durch ihre Arbeitgeber hinsichtlich der Freistellung wünschen, andererseits die wenige Akzeptanz der Kommunalpolitiker und zu viel Bürokratie bemängeln. Die vorgenannten Feststellungen, die sich durch die gesamten Antworten gezogen hatten, wurden bei einem Konvent in Saarbrücken präsentiert. Für die Studie hatten die Mitarbeiter der GMS ehrenamtlich engagierte Saarländer befragt und auch solche, die sich vorstellen könnten, sich ehrenamtlich zu betätigen. Eine Schlussfolgerung war, dass die mangelnde Akzeptanz und Unterstützung zur Resignation führt und deshalb ein so genannter Ehrenamts-Check für neue Regelungen durch die Politik vorgeschlagen wurde. Aus der Studie geht hervor, dass es im Saarland insbesondere Probleme bei der Besetzung von Vorständen im Ehrenamt gebe.

Darüber hinaus hat die CDU-Landtagfraktion eine Anhörung von Personen und Verbänden durchgeführt, die durch die Konrad-Adenauer-Stiftung ausgewertet wurde. Nach Ansicht der Befragten könnten die Arbeitgeber wesentlich mehr bei der Freistellung leisten, die sich schwierig gestalten würden. Die Stiftung berichtet, dass für die Wirtschaft in Deutschland durch die Freistellungen Kosten von 22 Mio. Euro im Jahr entstehen würden. Ein nach Ansicht der Stiftung geringer Betrag, bedenkt man die Synergieeffekte, die durch das Ehrenamt entstehen würden. Demnach könne ein THW-Helfer auch seine im Ehrenamt erworbenen technischen Fähigkeiten und Kenntnisse in seinem Beruf anwenden, was dem Arbeitgeber zu Gute käme. Eine weitere Erkenntnis der Studie besagt, dass die persönliche Betroffenheit für die Ehrenamtler ein wesentlicher Aspekt für das Engagement sei, was gegenüber früher vor dem Hintergrund eines Wertemangels heute eine wesentlich größere Bedeutung habe. (Scholl)

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