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Aufruf zur Protestkundgebung vor Falck-Zentrale

10.02.2020, 14:00 Uhr

Foto: Promedica

Ver.di fordert Angleichung der Gehälter des Promedica Rettungsdienstes an den öffentlichen Dienst


Im Tarifkonflikt mit dem Rettungsdienst Promedica ruft Ver.di die Beschäftigten morgen (11. Februar 2020) anlässlich des „Europäischen Tags des Notrufs 112“ zu einer Protestkundgebung vor der Falck-Zentrale in Hamburg auf. Promedica gehört seit 2013 zu der Falck-Unternehmensgruppe. Ver.di fordert im Tarifkonflikt mit Promedica eine Anhebung der Gehälter auf das Niveau der Rettungskräfte im öffentlichen Dienst. Derzeit erhielten laut Ver.di Notfallsanitäter im Vergleich bis zu 450 Euro monatlich weniger, Rettungssanitäter rund 150 Euro. Die Arbeitgeber machen ein entsprechendes Angebot davon abhängig, dass im Gegenzug die Wochenhöchstarbeitszeit von 45 auf 48 Wochenstunden erhöht werde. Das lehne Ver.di nach eigenen Angaben entschieden ab.

Im Jahr 2018 hatte Ver.di erst nach schwierigen Verhandlungen eine Reduzierung der überlangen Wochenhöchstarbeitszeit durchgesetzt. Sollte der Arbeitgeber bei dieser Haltung bleiben, seien auch Warnstreiks im weiteren Verlauf der Tarifrunde nicht auszuschließen. Promedica betreibt Rettungswachen an 18 Standorten mit rund 500 Beschäftigten in Brandenburg, Sachsen, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Falck unterhält u.a. im Landkreis Spree-Neiße einen Standort mit sieben Rettungswachen. Dort wurde in 2018 ein Tarifvertrag auf dem Niveau des TVöD abgeschlossen.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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