Am 11. August 2025 besiegelten das Land Baden-Württemberg und die DRF-Luftrettung ihre Zusammenarbeit zum 1. Juli 2026 am Luftrettungsstandort Lahr mit einer Vertragsunterzeichnung. Dem ging ein Vergabeverfahren des Innenministeriums Baden-Württemberg voraus, an dem drei Organisationen teilnahmen. Bei der Punktebewertung flossen die Kriterien Preis und Qualität zu je 50% ein. Schlussendlich setzte sich die DRF-Luftrettung durch und erhielt am 21. Juli 2025 den Zuschlag.
Mit der Vergabe erweitert das Land die Luftrettung auf acht Standorte. Grund dafür seien die Empfehlungen der Struktur- und Bedarfsanalyse der Luftrettung in Baden-Württemberg, die das Land 2020 am Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement am Klinikum der Universität München erstellen ließ. Durch die Erweiterung werde die Versorgungsstruktur im Kreis Ortenau sowie im nördlichen Schwarzwald verbessert. Alle weiteren Luftrettungsstandorte Baden-Württembergs werden nach und nach ebenfalls durch ein Vergabeverfahren bestimmt, bis die insgesamt zehn Stationen vergeben sind. Wenn alle Empfehlungen des Luftrettungsgutachtens umgesetzt sind, soll jeder Ort in Baden-Württemberg innerhalb von 20 min tagsüber erreicht werden können.
Der neue Rettungshubschrauber am Standort Lahr ist ein Airbus H145 D3 mit Fünfblattrotor, wird den Funknamen „Christoph Ortenau“ tragen und im Tagbetrieb eingesetzt werden. Die fliegerische sowie medizinisch-technische Crew wird die DRF-Luftrettung bereitstellen, während das Ortenau Klinikum die notärztliche Versorgung übernehmen wird.

