In der Mercedes-Benz-Niederlassung in München wurden gestern im Beisein von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann weitere Rettungseinsatzfahrzeuge (REF) in Dienst gestellt. Sie werden neben den zwei bestehenden Standorten im Rettungsdienstbereich Regensburg nun auch zusätzlich an den vier neuen Standorten Ansbach, Dachau, Rosenheim und Würzburg im erweiterten Probebetrieb vorgehalten. Das REF wird mit einer Notfallsanitäterin bzw. einem Notfallsanitäter besetzt. Ein KTW, RTW oder eine Notärztin bzw. ein Notarzt kann nachalarmiert werden. In der Testphase in Regensburg war das aber nur bei 29% der Einsätze des REF notwendig.
Laut Pressemitteilung des BRK sei die Zahl der Notfalleinsätze in den vergangenen 10 Jahren landesweit um 28% gestiegen, während im gleichen Zeitraum die RTW-Transportquote von 73 auf 68% gesunken sei. Die Erfahrungen mit den ersten REF in Regensburg hätten gezeigt, dass bei etwa einem Drittel aller REF-Einsätze auf den RTW-Einsatz verzichtet werden könne, da durch den Einsatz des REF die Patientin bzw. der Patient vor Ort vollständig versorgt werden konnte. Zwei Drittel seiner Einsätze kann das REF selbständig und fallabschließend bearbeiten.
Die sechs REF wurden über eine Fraktionsinitiative der Regierungsfraktionen aus dem Staatshaushalt finanziert. Das Fördervolumen beläuft sich auf 900.000 Euro. Die im erweiterten Probebetrieb entstehenden laufenden Betriebskosten werden von den Sozialversicherungsträgern übernommen.

