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Bayerns Innenminister fordert Weiterentwicklung im Katastrophenschutz

17.08.2022, 15:34 Uhr

Foto: P. Köhler/DRK

„Klare Taten und Ergebnisse, nicht nur leeres Gerede“


Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat heute eine Weiterentwicklung des bayerischen Katastrophenschutzes gefordert. Die Einsatzlagen bei vergangenen Katastrophen seien immer komplexer geworden. Man müsse die Strukturen im Bevölkerungsschutz daher fortentwickeln, so Herrmann. Ferner gab er an, bereits einen Prozess mit allen am Hilfeleistungssystem Beteiligten angestoßen zu haben. Ziel sei ein gemeinsames Konzept „Katastrophenschutz Bayern 2025“, erklärte er. Von 2019 bis 2021 hat Bayern bereits 50 Mio. Euro für den Katastrophenschutz bereitgestellt. Für 2022 stehen nochmals 21 Mio. zur Verfügung. Neben dem Land müsse aber auch der Bund seiner Verantwortung für den Schutz der Bevölkerung nachkommen, verlangt Herrmann. Neben einer einsatzfähigen Fahrzeugausstattung müsste dieser endlich weitere Mittel für das Sirenenförderprogramm und den von den Ländern eingeforderten „Stärkungspakt Bevölkerungsschutz“ bereitstellen. „Hier erwarte ich nun klare Taten und Ergebnisse, nicht nur leeres Gerede“, forderte der Minister.

Konkret kündigte Herrmann eine Reihe von Maßnahmen an, um die Krisenfähigkeit im Freistaat nachhaltig zu stärken. Neben Notstromaggregaten sollen hierfür z.B. Satellitentelefone beschafft werden, um eine zuverlässige Kommunikation der Katastrophenschutzbehörden in Krisenlagen zu gewährleisten und abzusichern. Des Weiteren werde die Logistik der bayerischen Hilfeleistungskontingente aufgerüstet, damit die Kräfte im Hinblick auf Sanitär und Verpflegung auch autark agieren könnten. Ein verstärkter Fokus liege in den nächsten Jahren auch auf der Aus- und Fortbildung, erklärte Herrmann weiter. Mit Blick auf die aktuelle Waldbrandgefahr gab Herrmann bekannt, dass der Freistaat für eine noch bessere Vorsorge ein Satellitenortungssystem zur Waldbrandüberwachung teste und zudem prüfe, inwieweit auch Drohnen hier hilfreich sein können.

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