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BBK übergibt Fernerkundungssystem an die Feuerwehr Hamburg

11.04.2006, 14:58 Uhr

Foto: M. König

Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), hat heute dem Staatsrat der Behörde für Inneres und Leiter der Katastrophenabwehr in Hamburg, Christoph Ahlhaus, und dem Oberbranddirektor und Leiter der Feuerwehr Hamburg, Dieter Farrenkopf, ein Fernerkundungssystem für die chemische Gefahrenabwehr übergeben.

Das Erkundungsgerät kommt bei der Analytischen Task Force (ATF) der Feuerwehr Hamburg zum Einsatz. Mit dem neuen Gerät ist es den Einsatzkräften möglich, eine Gefahrstoffwolke aus einer Entfernung von bis zu fünf Kilometern zu orten und zu identifizieren. Die im Infrarotspektrum erfassten Schadstoffe werden erkannt und in ein Videobild der Umgebung eingespielt. So wird den Einsatzkräften innerhalb weniger Sekunden ein Bild geliefert, das die Schadstoffwolke und deren Ausbreitung zeigt.

Im Rahmen eines vom BBK finanzierten Forschungsprojekts hat die Technische Universität Hamburg-Harburg das Infrarot-Fernerkundungsgerät (SIGIS II) entwickelt. Der Feuerwehr Hamburg steht damit ein innovatives und weitgehend automatisiertes Gerät mit einer anwenderfreundlichen Bediener-Software zur Verfügung. Ein besonderer einsatztaktischer Vorteil bei der Ferndetektion ist, dass die Erkundung außerhalb der Gefahrenzone stattfindet. Das gesundheitliche Risiko der Einsatzkräfte verringert sich damit erheblich. Denkbare Einsatzmöglichkeiten der Ferndetektion sind außer bei konkreten Schadensfällen auch Ballungsräume oder Großveranstaltungen.

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