Künftig werden die Polizisten mit einer neuen Generation von Unterziehschutzwesten (UZSW) ausgestattet, die erstmals über einen integrierten Stichschutz verfügt. Die Weste wurde nach aktuellen Standards erfolgreich getestet und soll die Eigensicherung der Einsatzkräfte verbessern.
Neben dem integrierten Stichschutz weist die UZSW besonders geringe Traumawerte auf. Diese geben an, wie weit ein Geschoss auf den Körper einwirkt, ohne die Weste zu durchdringen. Je geringer der Wert, desto besser ist der Schutz vor Verletzungen, auch ohne einen Durchschuss.
Die Haltbarkeit der neuen Weste wurde im sogenannten Tumbler-Test nach US-amerikanischem Standard geprüft. In diesem Verfahren wird innerhalb von zehn Tagen die gesamte Lebensdauer einer Weste simuliert. Die bei der Polizei Rheinland-Pfalz eingesetzten Westen verfügen über eine herstellerseitige Gewährleistung von zehn Jahren. Nach Ablauf dieser Frist werden die den Polizeikräften persönlich zugewiesenen Westen aus Gründen der Eigensicherung konsequent ausgetauscht.
Beschafft werden die neuen UZSW im Rahmen eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens, das gemeinsam durch das Innenministerium und das Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik (PP ELT) durchgeführt wurde. Im Fokus der Ausschreibung standen insbesondere die Anpassung der Westen an aktuelle Einsatzrealitäten, die Verbesserung der Eigensicherung durch den integrierten Stichschutz sowie eine möglichst hohe Langlebigkeit der Ausrüstung. Den Zuschlag erhielt die Firma Messer Waffenhandel GmbH mit Schutzwesten des Herstellers Marom Dolphin.

