Auf dem Gelände des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) in Loy haben die Johanniter im Regionalverband Weser-Ems erstmals einen Behandlungsplatz 50 (BHP 50) vollständig errichtet. Damit absolvierte die Einheit „JUH-02 Weser-Ems“ ihre erste große Aufbauübung. Der BHP 50, eine von zwei Landeseinheiten in Niedersachsen, ist darauf ausgelegt, im Katastrophenfall bis zu 50 Patientinnen und Patienten pro Stunde zu behandeln. Der Aufbau der Einheit wurde 2017 vom Land Niedersachsen als Ergänzung zum kommunalen Katastrophenschutz beschlossen. Mit der Auslieferung des letzten von insgesamt 21 Spezialfahrzeugen im Frühjahr 2025 erreichte die Einheit ihre volle Einsatzbereitschaft. Die Übung diente der Erprobung des Zusammenspiels der unterschiedlichen Teileinheiten.
An der Maßnahme nahmen über 100 Einsatzkräfte aus Ortsverbänden der gesamten Region Weser-Ems teil, darunter aus Nordhorn, Lingen, Osnabrück, Aurich, Emden, Wiesmoor, Leer-Moormerland, der Wesermarsch, Wittmund, Delmenhorst, dem Oldenburger Münsterland, Wilhelmshaven, Friesland und Oldenburg. Die Übung wurde von rund 20 Beobachtern begleitet. Das Kontingent untersteht direkt dem niedersächsischen Innenministerium und wird durch das NLBK koordiniert. Es gliedert sich in Sanitäts-, Betreuungs-, Logistik-, PSNV- und Verpflegungsgruppen. Alle Mitglieder des Landeskontingents engagieren sich ausschließlich ehrenamtlich und sind nicht in kommunalen Einheiten gebunden, um eine Doppelverfügbarkeit im Ernstfall auszuschließen.

