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BOS-Digitalfunk in Bayern und Nordrhein-Westfalen gestartet

29.08.2007, 14:07 Uhr

Foto: EADS

In Bayern und in Nordrhein-Westfalen hat für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) heute das digitale Zeitalter begonnen. In München hat eine so genannte Referenzplattform im Polizeipräsidium den Betrieb aufgenommen. Über diese ist München mit anderen Bundesländern verbunden, die ebenfalls eine Referenzplattform betreiben. „Die Anlage dient allerdings ausschließlich der Erprobung der neuen Technik vor dem eigentlichen Netzaufbau. Echte Einsätze werden zunächst noch über den gewohnten analogen Funk abgewickelt", teilte der bayerische Innenstaatssekretär Georg Schmid heute in München mit. Bis zum Jahre 2010 soll die neue Technik im Freistaat so weit aufgebaut sein, dass spätestens 2011 alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben den Digitalfunk nutzen können. „Die nichtpolizeilichen Organisationen, z.B. Feuerwehren und Rettungsdienste, entscheiden selbst, ob und wann sie am Digitalfunk teilnehmen“, so Schmid.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Dr. Ingo Wolf hat heute in Duisburg beim Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) den Startschuss für insgesamt drei Referenzstandorte bei Polizei und Feuerwehr gegeben. Neben der Testanlage beim LZPD gehen heute zwei weitere in Münster beim Institut der Feuerwehr (IdF) und dem Landesamt für Aus- und Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei (LAFP) in Betrieb. In Münster werden ab sofort die ersten Polizisten und Feuerwehrleute in der neuen Technik ausgebildet. „Mehr als 170.000 Angehörige der Hilfsorganisationen und 40.000 Polizisten müssen in der neuen Technik bis zum Jahr 2010 fit gemacht werden“, erläuterte Wolf. Bis dahin soll die digitale Funktechnik flächendeckend in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stehen. Polizei und Hilfsorganisationen in Nordrhein-Westfalen rüsten rund 26.000 Fahrzeuge um und tauschen etwa 80.000 Funkgeräte aus. 110 Leitstellen bei Feuerwehr und Polizei müssen an die neue Technik angepasst werden. 422 Feuerwehren der Kommunen und Kreise, 96 Werkfeuerwehren, 50 Polizeibehörden und die Hilfsorganisationen sind an dem Projekt beteiligt. Für Nordrhein-Westfalen betragen die zu erwartenden Kosten für Aufbau und 15-jährigen Betrieb des Digitalfunks rund 500 Mio. Euro.

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