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BRK-Chefärztin lässt Amt ruhen

24.02.2010, 10:01 Uhr

Foto: Archiv

Wies’n-Bluttests haben Folgen

Die umstrittenen Bluttests an schwer alkoholisierten Patienten auf der Sanitätsstation des BRK München im Jahr 2004 (RETTUNGSDIENST berichtete) haben zu personellen Konsequenzen beim Roten Kreuz geführt. Die Chefärztin des BRK München, Dr. Monika Mirlach, die sich bereits unmittelbar vor der letztjährigen Wies’n von der Arbeit auf der Sanitätsstation zurückgezogen hatte, lässt nun auch ihr Amt ruhen. Ihr Stellvertreter Dr. Kurt Schneider sowie Einsatzleiter Peter Lang kündigten ebenfalls an, nicht mehr auf dem Oktoberfest tätig zu werden.

Im Rahmen einer Studie der Universitäten Leipzig und Dortmund waren vor sechs Jahren bei mehr als 400 Patienten Blut abgenommen worden. Allerdings lag nicht einmal in der Hälfte der Fälle eine Einwilligungserklärung der Patienten vor. Die Staatsanwaltschaft hatte darin einen Anlass gesehen, Ermittlungen wegen Körperverletzung aufzunehmen, die noch nicht abgeschlossen sind. Sprecher der bayerischen Landeshauptstadt München gaben sich trotz des Vorgangs gegenüber der Presse gelassen und betonten, es gebe derzeit keinen Grund, sich nach einem neuen Betreiber für die Sanitätsstation umzusehen.

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