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Bufdi-Bilanz nach sechs Monaten

29.12.2011, 10:26 Uhr

Screenshot BFD

Bundesfreiwilligendienst als Erfolgsmodell?

Der vor knapp sechs Monaten eingeführte Bundesfreiwilligendienst hat die Erwartungen vieler Beobachter – insbesondere in der Politik – übertroffen. Nach offiziellen Angaben wurden bis Weihnachten etwas mehr als 26.000 Bufdi-Verträge abgeschlossen. Wie Bundesfamilienministerin Kristina Schröder in einem Interview äußerte, sei es gelungen, für alle Altersklassen ein vielfältiges Angebot zu schaffen. Es sei daher realistisch, die anvisierte Zielmarke von 35.000 Teilnehmenden pro Jahr auch zu erreichen. Zustimmung kommt vom Paritätischen Wohlfahrtsverband. Dessen Hauptgeschäftsführer, Ulrich Schneider, sagte: „Ich habe mit dem Erfolg, den wir jetzt haben, erst im nächsten Jahr gerechnet“.

Jedoch hört man auch kritische Töne bei anderen Hilfsorganisationen. So ist die Bilanz z.B. im Rheinisch-Bergischen Kreis (NRW) eher durchwachsen. Probleme gibt es vor allem in der Krankenpflege und beim Krankentransport. Beim KV des DRK sind derzeit keine Bufdis angestellt. Fast hätte es zwar geklappt, allerdings habe der Interessent dann doch noch einen Studienplatz bekommen und sei wieder abgesprungen. Das örtliche DRK bemängelt daher auch die fehlende Planungssicherheit, die beim Zivildienst noch bestand. Die kurzfristigen Ausfälle seien gerade im Krankentransport ein Problem. Doch insgesamt zeigt man sich auch hier gelassen, der neue Dienst müsse sich eben noch einspielen – das sei beim Freiwilligen Sozialen Jahr ähnlich gelaufen.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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