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Burgenland schärft Bewusstsein für Bevölkerungsschutz

02.10.2025, 11:06 Uhr

Landesrat H. Dorner und C. Paar, für Katastrophen- und Bevölkerungsschutz zuständiger Experte, im Amt der Burgenländischen Landesregierung (v.l.) (Foto: Landesmedienservice Burgenland)

Ein Monat im Zeichen der Sicherheit

 

Unter dem Motto „Gemeinsam für ihre Sicherheit“ initiiert das Land Burgenland gemeinsam mit den Sicherheits- und Blaulichtorganisationen den Sicherheitsmonat Oktober, in dem das Thema „Bevölkerungsschutz und Sicherheit“ in den Fokus gerückt wird. Durch diese Aktion soll die österreichische Bevölkerung sensibilisiert, informiert und auf unterschiedliche Notsituationen vorbereitet werden. Die Initiative wurde von Landesrat Heinrich Dorner im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

Den Auftakt bildet der alljährliche Zivilschutzprobealarm am 4. Oktober in ganz Österreich, an dem 8.000 Sirenen ertönen und zeitgleich auch das Warnsystems AT-Alert getestet werden. Zwischen 12.00 und 12.45 Uhr werden nach dem Signal „Sirenenprobe“ die drei Zivilschutzsignale „Warnung“, „Alarm“ und „Entwarnung“ in ganz Österreich ausgestrahlt. Der Probealarm dient einerseits zur Überprüfung der technischen Einrichtungen des Warn- und Alarmsystems, andererseits soll die Bevölkerung mit diesen Signalen und ihrer Bedeutung vertraut gemacht werden. Der AT-Alert ist ein Dienst, mit dem Behörden Warnmeldungen direkt auf Mobiltelefone schicken können. Durch die Verwendung des Cell-Broadcast-Systems, können rasch und anonym Meldungen an alle Mobiltelefone innerhalb ausgewählter Handyfunkzellen verschickt werden. Eine Warnmeldung enthält Informationen über ein eingetretenes oder drohendes Ereignis und Empfehlungen für ein korrektes Verhalten. Dabei gibt unterschiedliche Warnstufen, wobei die höchste Warnstufe, der Notfallalarm, immer aktiviert ist und nicht deaktiviert werden kann. Die weiteren Warnstufen können optional deaktiviert werden.

Ein zentrales Element des Sicherheitsmonats ist eine großangelegte Übung, an der mehr als 15 Unternehmen und Organisationen landesweit teilnehmen. Geübt wird ein Blackout-Szenario bzw. eine Strommangellage. Jedes beteiligte Unternehmen entwickelt dabei ein eigenes Szenario, das im Rahmen der Übung durchgespielt wird. Ziel ist es, Schwachstellen zu identifizieren und auszuschließen, um im Ernstfall den reibungslosen Betrieb aufrechterhalten zu können.

In diesem Jahr sind bereits mehr als 35 Mio. Euro an Landesmitteln in die Bereiche Freiwillige Feuerwehren/Katastrophenschutz, Hochwasserschutz und Rettungswesen geflossen. Mit dem Sicherheitsmonat Oktober möchte das Burgenland ein starkes Zeichen setzen: Sicherheit und Bevölkerungsschutz würden nicht nur als staatliche Aufgabe verstanden, sondern als gemeinschaftliche Verantwortung. Aufklärung, Vorbereitung und moderne Infrastruktur sollen die Basis für eine bestmögliche Vorbereitung der Bürgerinnen und Bürger bilden. 

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