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Busunglück in Belgien

22.12.2003, 08:00 Uhr

Foto: BilderBox

Malteser sorgen für Überlebende.

Die Malteser nahmen in der Nacht von Samstag auf Sonntag 23 der am frühen Samstagmorgen in Belgien verunglückten Buspassagiere in der Malteser Bundeszentrale in Köln auf. Nach der Anforderung des Auswärtigen Amtes war ein vierköpfiges CISM (Critical Incident Stressmanagement) Team der Malteser, geführt durch den Bundeskoordinator für Psychosoziale Unterstützung, Sören Petry, am Samstagvormittag nach Belgien gefahren, um die Überlebenden fachkundig zu betreuen.

 

Der vom Malteser Hilfsdienst organisierte Transport der Betroffenen ermöglichte eine schnellstmögliche Rückkehr in eine stressfreie Umgebung. Die deutlich von den Ereignissen gezeichneten meist jugendlichen Passagiere kamen gegen 23 Uhr in Köln an und konnten nach ärztlicher Untersuchung und Verpflegung in einem Hotel untergebracht werden. Fünf der Überlebenden wurden zunächst zur weiteren Abklärung ins Krankenhaus eingewiesen; bereits am frühen Sonntagmorgen konnten jedoch alle die Rückreise in die Heimat antreten. Um auch die Heimkehr möglichst unbelastet zu gestalten, werden die überlebenden Passagiere von Notfallseelsorgern aus Köln bis nach Hause begleitet.

 

"Wir haben innerhalb kürzester Zeit medizinische Untersuchungen, Verpflegung und Logistik für die Betroffenen zur Verfügung gestellt. Sogar warme Jacken für die Betroffenen wurden noch in der Nacht gekauft", so Benedikt Liefländer, Einsatzleiter in der Malteser Bundeszentrale. 25 Malteser Helferinnen und Helfer waren bis in die frühen Morgenstunden aktiv. Liefländer zeigte sich überzeugt, dass dieser Einsatz den Helfern in besonderer Weise den Sinn ihres ehrenamtlichen Engagements verdeutlicht.

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