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DLRG zählt 393 Ertrinkungsopfer im Jahr 2025

11.03.2026, 11:21 Uhr

L. Weiss/DLRG

Anstieg der Todesfälle bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen


Im Jahr 2025 sind in Deutschland mindestens 393 Menschen ertrunken. Das geht aus der aktuellen Statistik der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hervor. Damit liegt die Zahl der tödlichen Unglücke in Gewässern um 18 Fälle unter dem Wert des Vorjahres. Mehr als die Hälfte der tödlichen Badeunfälle ereignete sich während der Badesaison zwischen Anfang Mai und Ende August. Der unfallreichste Monat war der Juni mit 69 Todesfällen – 17 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 

An einem einzigen Wochenende kamen damals 15 Menschen beim Baden oder Schwimmen ums Leben. Nach einem heißen Start in den Sommer ging die Zahl der Unglücke im niederschlagsreichen Juli zurück. Dennoch ertranken 52 Menschen, im August weitere 65.Die meisten Opfer waren älter als 60 Jahre. In dieser Altersgruppe registrierte die DLRG 138 Todesfälle. Gleichzeitig stieg die Zahl der Opfer unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen: Sowohl bei den 11- bis 20-Jährigen als auch bei den 21- bis 30-Jährigen gab es jeweils elf Todesfälle mehr als im Jahr zuvor. Auffällig ist zudem der hohe Anteil männlicher Opfer: Rund 82% der Verunglückten waren Männer. Deutlich niedriger lag hingegen die Zahl der tödlich verunglückten Kinder bis zehn Jahre. Mit 13 Fällen blieb sie klar unter dem Durchschnitt der vergangenen 25 Jahre. 

Die meisten Unglücke ereigneten sich erneut in unbewachten Binnengewässern. Seen und Teiche machten mit 158 Todesfällen den größten Anteil aus, gefolgt von Flüssen mit 153 Fällen. In Nord- und Ostsee kamen insgesamt 22 Menschen ums Leben. Als wichtigsten Ansatz zur Verringerung der Unfallzahlen sieht die DLRG mehr Prävention und Ausbildung. Neben verstärkter Aufklärung fordert die Organisation vor allem den flächendeckenden Schwimmunterricht an Schulen sowie bessere Trainingsmöglichkeiten in Schwimmbädern. Gleichzeitig betont sie die Bedeutung bewachter Badestellen: Während der Badesaison waren mehr als 6.000 ehrenamtliche Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer im Einsatz und verhinderten zahlreiche weitere Unglücke.

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