Würzburg hat wichtige Meilensteine seiner Rettungsdienststruktur mit einem Festakt gewürdigt: 50 Jahre Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, 50 Jahre Leitstelle sowie 15 Jahre Integrierte Leitstelle (ILS). Beim Festakt betonte Innenstaatssekretär Sandro Kirchner die Bedeutung stabiler Strukturen für eine verlässliche Notfallversorgung und würdigte das Engagement aller Beteiligten. Seit der Einführung des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes 1974 gilt Bayern als Vorreiter mit überregional organisierten Rettungsdiensten. Bereits 1975 wurde der Rettungszweckverband Würzburg gegründet, aus dem später der heutige Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung hervorging. Die ILS Würzburg, die 2010 in Betrieb genommen wurde, bearbeitet jährlich rund 98.000 Notrufe für die Stadt und den Landkreis Würzburg sowie die Landkreise Kitzingen und Main-Spessart.
Zur Weiterentwicklung der Notfallstrukturen wurde im bayerischen Innenministerium die Arbeitsgruppe „ILS der Zukunft“ eingerichtet. Sie soll Perspektiven für zukünftige Aufgaben und organisatorische Strukturen der Integrierten Leitstellen erarbeiten. Ein weiterer Schritt in Richtung Digitalisierung ist der geplante zweite bayerische Telenotarzt-Standort in Würzburg. Von dort aus sollen künftig neun Rettungsdienstbereiche in Franken digital unterstützt werden. Ziel aller Maßnahmen ist es, die Notfallversorgung langfristig leistungsfähig und zukunftssicher zu gestalten.

