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DRK probte Blackout und Evakuierung mit 150 Personen

16.04.2026, 11:49 Uhr

Foto: K. Hiller/DRK-Landesverband Niedersachsen

Großübung war unangekündigt


Am Wochenende führte der DRK-Landesverband Niedersachsen im Raum Hannover eine großflächige Übung durch. Im Rahmen einer Fortbildung von ehrenamtlichen Kräften des DRK-Betreuungsdienstes, die am Freitagabend startete, wurde sie am Samstag und Sonntag durchgeführt und war den Teilnehmenden vorher nicht bekannt. Ausgehend von dem Szenario eines Blackouts im Raum Hannover-Laatzen sollten die Einsatzkräfte in einer Schule in Laatzen u.a. eine Notunterkunft für 200 Menschen einrichten. Führungsgruppen waren für die Strukturierung der Einsatzabläufe, die Lagebewertung sowie die Koordination der eingesetzten Kräfte verantwortlich. Dazu gehörten u.a. die Einrichtung einer Führungsstelle, die kontinuierliche Erstellung und Fortschreibung eines Lagebildes sowie die Abstimmung mit weiteren beteiligten Akteuren. Die Versorgung der Betroffenen musste dabei immer an die sich dynamisch entwickelnde Lage angepasst werden.

Im Fokus stand für die Führungsgruppen die Bewältigung eines großflächigen Stromausfalls. Auf Grundlage der eingehenden Lagemeldungen mussten sie ein kontinuierliches Lagebild erstellen, Prioritäten festlegen und daraus konkrete Einsatzaufträge ableiten. Dazu gehörten insbesondere die Planung und Koordination von Maßnahmen zur Evakuierung und Betreuung der betroffenen Bevölkerung sowie die Sicherstellung der Einsatzfähigkeit der eigenen Kräfte unter den Bedingungen eines Blackouts. Eingesetzt wurden vor allem Komponenten aus dem Betreuungsplatz 500 Land. Material und Fahrzeuge, die vom Land finanziert wurden, sind im Katastrophenschutzzentrum des DRK-Landesverbandes Niedersachsen in Hannover-Misburg für den Ernstfall stationiert. Dazu gehören Lkw, Feldküchen, Feldbetten, Decken, Notbeleuchtung und Notstromerzeuger.

Insgesamt waren am Wochenende 150 Personen im Einsatz, darunter 120 ehrenamtliche Rotkreuz-Kräfte der Fachdienstbereitschaft des DRK-Landesverbandes Niedersachsen sowie der DRK-Kreisverbände Alfeld, Aurich, Cuxhaven-Hadeln, Bremervörde-Rotenburg, Emsland, Fallingbostel, Göttingen-Salzgitter, Hildesheim, Hildesheim-Marienburg, Land-Hadeln, Osnabrück-Stadt, Peine, Region Hannover, Schaumburg, Stade, Uelzen, Verden und Weserbergland. Unterstützt wurde die Übung von Rotkreuz-Kräften aus dem DRK-Landesverband Oldenburg, der Freiwilligen Feuerwehr Elbtalaue und dem Technischen Hilfswerk aus Hannover.

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