Am Samstag, den 9. Mai, wurde im Landkreis Fürstenfeldbruck in Gernlinden die neu errichtete Integrierte Leitstelle (ILS) in Anwesenheit Bayerns Innenmister Joachim Herrmann feierlich eröffnet. Mit einer Geschossfläche von rund 4.600 m2 zähle der Neubau zu den größten Leitstellengebäuden Bayerns. Verbaut worden seien neueste Informations- und Kommunikationstechnik, sodass die ILS auch weiterhin qualitativ hochwertig am bayerischen Leitstellenverbund teilnehmen kann. Damit sei der Zweckverband für Feuerwehr und Rettungsdienst als Betreiber der Leitstelle bestens für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet, betonte der Innen- und Katastrophenschutzminister. Außerdem hob er hervor, dass die Integrierten Leitstellen in Bayern eine zentrale Rolle als Verbindung zwischen Bevölkerung und Einsatzkräften spielten. Daher müsse ihre technische Ausstattung kontinuierlich modernisiert werden. Als Beispiel verwies er auf die einheitliche standardisierte Notrufannahme, die derzeit auf Bundesebene im Gesetzentwurf zur Reform der Notfallversorgung gefordert werde, für die Bayern bereits ein Vergabeverfahren durchführe. Dadurch sollen Notrufe überall im Freistaat nach einheitlichen Qualitätskriterien bearbeitet werden. Zudem werde derzeit die Möglichkeit zur Übermittlung von Textnachrichten eingeführt, um die Barrierefreiheit voranzutreiben und den Notruf 112 weiter zu verbessern.
Nach einer Testphase soll die ILS mit ihren rund 80 Mitarbeitenden spätestens im Juli in den regulären Betrieb übergehen. Zuständig ist die Leitstelle für etwa 650.000 Menschen in den Landkreisen Dachau, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg.

