Beim Ortsverband der JUH Emden wurde das neue MANV-Konzept der Stadt vorgestellt. Der Rettungsdienst der Stadt Emden will damit künftig für größere Einsatzlagen einheitliche Strukturen und Abläufe schaffen. Ziel sei die Vereinheitlichung von Begriffen, Stufen und Dokumentationen zwischen Rettungsdienst, Leitstelle und Hilfsorganisationen, um eine reibungslose Zusammenarbeit sicherzustellen. Die Johanniter bleiben dabei fester Bestandteil des städtischen MANV-Konzeptes. Mit ihren Einsatzkräften, Fahrzeugen und der entsprechenden Ausrüstung stellen sie zusätzliche Ressourcen bereit, wenn eine MANV-Stufe ausgerufen wird. Dafür werden die Einsatzfahrzeuge künftig mit auffälligen orangen Westen ausgestattet, die die jeweilige Fahrzeugkennung tragen. Zudem erhält jedes Rettungsmittel eine Tasche mit Dokumenten und Material für das PRIOR-Vorsichtungssystem (Primäres Ranking zur Initialen Orientierung im Rettungsdienst), das eine schnelle Ersteinschätzung von Verletzten ermöglicht.
Ab 2026 sollen die neuen Strukturen und Abläufe in gemeinsamen Übungen regelmäßig erprobt werden. Geplant seien regelmäßige Trainings, an denen neben dem Rettungsdienst auch die Feuerwehr und alle beteiligten Hilfsorganisationen teilnehmen. Damit sollen die Verantwortlichen sicherstellen, dass alle Akteure mit den neuen Standards vertraut sind und im Ernstfall routiniert zusammenarbeiten können.

