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Ende der 48-Stunden-Woche im Rettungsdienst des Kreises Stormarn

21.06.2024, 10:44 Uhr

Kai Neumann (BR RVS), Ralf Timmermann (GF), Markus Strecker (BR RDS), Jan Karrasch (stellv. GF) (v.l.) (Foto: Kreis Stormarn)

Neue Betriebsvereinbarung zur Arbeitszeit tritt zum 1. Juli 2024 in Kraft


Die Rettungsdienst-Verbund Stormarn GmbH (RVS) und die Rettungsdienste Stormarn gGmbH (RDS) haben eine neue Betriebsvereinbarung zur Arbeitszeit im Rettungsdienst auf den Weg gebracht. Beide Gesellschaften verabschieden sich mit dieser Vereinbarung zum 1. Juli 2024 von der pauschalen 48-Stunden-Woche. Die Mitarbeitenden mit einer Vollzeitstelle haben fortan ein voll vergütetes Wochensoll von 39 Wochenstunden zu erfüllen. Die Schichten werden nach der tatsächlichen Arbeitsauslastung mit einem Faktor zwischen 1,0 und 0,8125 bewertet.

Damit trage der Kreis der tatsächlichen Arbeitsbelastung einer Schicht Rechnung. Für beide Gesellschaften in der Metropolregion Hamburg bedeute dies, dass zurzeit fast alle der 23 Rettungsmittel im Tagesdienst in Vollzeit tätig sind. In den weniger ausgelasteten Nächten gäbe es hingegen Bereitschaftsanteile und entsprechend einen geringer bewerteten Vollzeitfaktor. Für die Pausen sieht die Betriebsvereinbarung eine auslastungsbezogene Zeitgutschrift vor, die unabhängig davon ist, ob eine Pause genommen werden konnte. Wird eine begonnene Pause innerhalb der ersten 30 min unterbrochen, so startet diese Pause im Anschluss von vorn. Als zusätzlichen Schutz der Gesundheit bietet die neue Betriebsvereinbarung zudem die Möglichkeit, ab dem 50. Lebensjahr die Nachtdienstanteile stufenweise zu reduzieren.

Mit beiden Betriebsräten wurde eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2025 vereinbart. Innerhalb dieses Zeitraumes ist es möglich, Mitarbeitende über das Wochensoll hinaus zu verplanen. Die über das Soll hinaus verplanten Stunden werden tariflich vergütet und mit der Monatsabrechnung ausbezahlt. Laut RVS/RDS erfordern diese Maßnahmen einen Mehrbedarf von 15 Vollzeitstellen.

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