Am Wochenende trainierten etwa 90 Hunde des THW im Berliner Westen die Suche nach vermissten Menschen. An dem Treffen nahmen Rettungshundeeinheiten aus ganz Deutschland teil. Ziel war es, die bundesweit verteilten THW-Kräfte der biologischen Ortung stärker zu vernetzen und den fachlichen Austausch zu fördern. Hintergrund ist, dass Fachgruppen Ortung mit biologischer Komponente im THW vergleichsweise selten sind. Bundesweit gibt es 23 Fachgruppen Ortung Typ A (biologisch und technisch) und neun Fachgruppen Ortung Typ B (biologisch).
Am Freitag suchten die Teams nach vermissten Personen in weitläufigen und schwer zugänglichen Flächen, am Samstag folgte die Trümmersuche, bei der das Auffinden verschütteter oder eingeschlossener Personen in komplexen Schadenslagen geübt wurde, wie sie z.B. nach einer Flutkatastrophe oder einer Gasexplosion entstehen können. Diese Suchart zählt zu den zentralen Fähigkeiten der THW-Rettungshundekomponente. An beiden Tagen trainierten außerdem die Personensuchhundeteams im umliegenden Stadtgebiet.
Die Arbeit der Rettungshundeteams ist ein zentraler Baustein des Bevölkerungsschutzes. Sie werden vor allem eingesetzt, um vermisste, verschüttete oder eingeschlossene Personen nach Naturereignissen, Unglücken oder Anschlägen aufzuspüren. Die Rettungshunde des THW sind auf die Lebendsuche spezialisiert – insbesondere in Trümmern – und kommen zusätzlich in der Flächensuche zum Einsatz. Dank ihrer Ausbildung können sie große oder schwer zugängliche Gebiete schnell und zuverlässig absuchen und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Unterstützung der Einsatzkräfte. Eingesetzt werden die Rettungshunde nicht nur im In-, sondern auch im Ausland, wie nach dem großen Erdbeben in der Türkei im Jahr 2023 und nach der Explosion am Hafen in Beirut 2020.

