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Ersthelfer-App „Region der Lebensretter 3.0“ in Mönchengladbach eingeführt

15.12.2025, 15:03 Uhr

Oberbürgermeister F. Heinrichs, zuständige Beigeordnete S. Wehmhörner, Vorsitzender des Vereins „Region der Lebensretter“ Prof. Dr. Michael Müller, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes Dr. Marc Deußen, Leiter des Fachbereiches Feuerwehr D. Schattka (v.l.) (Foto: Feuerwehr Mönchengladbach)

Implementierung von breitem Bündnis getragen


Am vergangenen Mittwoch hat die Feuerwehr Mönchengladbach im Ratssaal des Rathauses Abtei die Ersthelfer-App „Region der Lebensretter 3.0“ für die Stadt Mönchengladbach offiziell vorgestellt. Sie soll ab sofort bei lebensbedrohlichen Notfällen eingesetzt und die Überlebenschancen nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand erhöhen. 


Die Integrierte Leitstelle der Feuerwehr ist über die App mit medizinisch qualifizierten Ersthelfern in der Nähe des Notfallortes vernetzt. Bei einem Notruf über die 112 mit dem Meldebild „bewusstlose Person“ oder „Herz-Kreislauf-Stillstand“ alarmiert das System bis zu vier Ersthelfer, die sich in der Umgebung befinden. Das System prüft dann, wer von ihnen voraussichtlich vor dem Rettungsdienst an der Einsatzstelle eintreffen wird. Zwei Personen beginnen mit der Wiederbelebung, eine dritte Person bringt einen automatisierten externen Defibrillator zum Einsatzort und eine weitere Person weist den Rettungsdienst ein.

In der Ersthelfer-App werden der genaue Standort des Notfallortes sowie die nächstgelegenen Defibrillatoren angezeigt. Aus Datenschutzgründen werden die Standorte der registrierten Ersthelfer nur ungenau gespeichert und lediglich im Einsatzfall präzise erfasst. Nach Abschluss des Einsatzes endet die Standortfreigabe automatisch. Getragen wird die Implementierung der App von einem breiten Bündnis in der Stadt. Unterstützt wird es durch:

  • die Berufsfeuerwehr
  • die Freiwillige Feuerwehr
  • die Städtischen Kliniken Mönchengladbach
  • die Kliniken Maria Hilf
  • das Krankenhaus Neuwerk
  • das Evangelische Krankenhaus Bethesda
  • die LVR-Klinik Mönchengladbach
  • die Kassenärzte
  • alle Hilfsorganisationen
  • das THW
  • Lehrer aus Mönchengladbach
  • volljährige Schüler
  • Alten- und Pflegeeinrichtungen
  • das Gesundheitsamt

Mitmachen können volljährige Personen mit medizinischer Qualifikation, z.B. Mitarbeitende im Gesundheitswesen oder ausgebildete Sanitäterinnen und Sanitäter. Die Registrierung erfolgt über die App „Region der Lebensretter 3.0“ für iOS und Android. Nach dem Herunterladen ist ein Online-Formular auszufüllen und ein Qualifikationsnachweis hochzuladen. Nach Prüfung durch regionale Administratoren werden die neuen Ersthelfenden freigeschaltet. Die Teilnahme ist freiwillig und kann jederzeit beendet werden.

Für 2026 sind bereits vier Schulungstermine der Feuerwehr Mönchengladbach für Interessierte vorgesehen, die als Ersthelfende mitmachen möchten und noch ausgebildet werden müssen. Am 13. Januar, 17. März, 5. Mai, und 7. Juli wird im Rathaus Abtei (Ratssaal) von 17.00 bis 18.30 Uhr eine entsprechende Ausbildung für die Öffentlichkeit angeboten. Gleichzeitig bittet die Feuerwehr um Hinweise zu vorhandenen Defibrillatoren im Stadtgebiet an diese E-Mail-Adressen: defi(at)moenchengladbach.de oder aed(at)moenchengladbach.de. Die Geräte werden in der Defi-Map registriert, damit im Notfall schnell auf sie zurückgegriffen werden kann.

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