Das Expertenforum UCRI des PMeV – Netzwerk sichere Kommunikation hat die neue Schnittstellenspezifikation UCRI 2.0 veröffentlicht. Die überarbeitete Version trennt erstmals klar zwischen Fachlichkeit und Transport und erweitert den Funktionsumfang deutlich. Neben der Kommunikation zwischen einzelnen Leitstellen unterstützt UCRI 2.0 nun auch den Austausch zwischen Leitstellenservern und gesamten Leitstellenverbünden. Für Software-Entwickler steht die Schnittstelle vollständig digital als Schema auf der Plattform GitHub zur Verfügung.
Ziel der Spezifikation ist eine übergreifende Schnittstelle für Einsatzleitsysteme verschiedener Hersteller. Derzeit ist die deutsche Leitstellenlandschaft durch proprietäre Technologien, Medienbrüche und Sicherheitsrisiken geprägt. Unterschiedliche technische Ansätze behindern den Datenaustausch, verursachen hohe Kosten und erschweren gemeinsame Einsatzführungen. Aus Sicht des Expertenforums ist diese Situation langfristig nicht mehr tragbar. Das Expertenforum UCRI wurde daher gegründet, um eine einheitliche Grundlage für Sprach- und Datenkommunikation zwischen Leitstellen zu schaffen. In dem offenen, verbandsübergreifenden Gremium arbeiten Hersteller, Anwenderverbände, Behörden und Beratungsunternehmen zusammen. Neben vielen deutschen Experten beteiligen sich auch Fachleute aus Österreich und der Schweiz, zuletzt Vertreter von surVIVE s.a. und der Schweizer Rettungsflugwacht Rega. Mit UCRI 2.0 soll ein wichtiger Schritt hin zu einer vernetzten, sicheren und zukunftsfähigen Leitstelleninfrastruktur im deutschsprachigen Raum gemacht werden.
Erweiterte Kommunikationsmöglichkeiten für Leitstellen
27.11.2025, 14:32 Uhr
Leitstelleninfrastruktur soll zukunftsfähig gemacht werden

