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Etliche Veränderungen im Duisburger Rettungsdienst

25.09.2019, 14:20 Uhr

Foto: P. Böhmer

Bedarfsplan sieht erhebliche organisatorische und personelle Maßnahmen vor

Die überraschende Nachricht zuerst: Die Stadt Duisburg will keine weiteren Rettungswagen, Notarztwagen oder Rettungshubschrauber beschaffen. Aber zwei weitere Rettungswagen müssten an externe Leistungserbringer vergeben und zwei zusätzliche KTW in Dienst genommen werden, da im qualifizierten Krankentransport das Aufkommen momentan nicht zeitgerecht abgearbeitet werden könne. Auch sei die Verteilung der RTW auf den vorhandenen Rettungswachen „suboptimal“ und müsse an verschiedenen Standorten angepasst werden. Dies bedeute zudem, dass neue Rettungswachen errichtet werden müssten, heißt es in der Beschlussvorlage, über die im Rat der Stadt am Montag erstmals beraten werden soll (Drucksache-Nr. 19-1035). Auch die Umsetzung des Notfallsanitätergesetzes erfordere eine massive Ausweitung der Qualifizierung der Mitarbeiter im Rettungsdienst. Dies führe zu erheblichen organisatorischen und personellen Maßnahmen (8,5 zusätzliche Stellen in der Laufbahngruppe 1 und 7,75 in der Laufbahngruppe 2).

Zudem sollen in den nächsten Jahren 200 Notfallsanitäter für die Grund- und Spitzenversorgung qualifiziert werden. Die Rettungsassistentenschule der Feuerwehr verfüge dafür aber nicht mehr über ausreichende personelle und räumliche Ressourcen, um die notwendige Anzahl an Lehrgängen und Fortbildungsangeboten zu bewältigen. Auch entspreche sie nicht den zukünftigen Ansprüchen als Ausbildungsstätte für Notfallsanitäter. Der bisherige Standort im Gebäude der Hauptfeuerwache soll deshalb aufgegeben und eine neue Berufsfachschule für den Rettungsdienst bis zum 3. Quartal 2021 errichtet werden. Dies sei verbunden mit einer erheblichen Aufstockung des Personals.

Der Rettungsdienstbedarfsplan sieht zudem vor, eine Telenotarztzentrale in Duisburg zu schaffen. Umliegende Städte sollen auf diese aufgeschaltet werden können. Endgültig entscheiden soll der Rat darüber am 25. November 2019.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2019
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