Das Land Baden-Württemberg treibt die Entwicklung einer speziell für polizeiliche Zwecke konzipierten Einsatzdrohne voran. In Stuttgart vernetzte Innenminister Thomas Strobl dazu Vertreter aus Unternehmen, der Wissenschaft, der Bundespolizei, der Bundeswehr, von Ministerien und Behörden sowie der Polizei Baden-Württemberg, um Expertise zu bündeln und gemeinsame Standards zu definieren. Inzwischen stehen auch die zentralen Anforderungen fest: Die Drohne soll digitale Souveränität gewährleisten, vollständig in Deutschland entwickelt und produziert werden und Polizeieinsätze technisch wie operativ bestmöglich unterstützen. In einem nächsten Schritt wird die Polizei Baden-Württemberg mit Partnern aus Forschung und Industrie eine Drohne entwickeln, die diese Voraussetzungen erfüllt. So soll der Datenfluss bei Drohneneinsätzen für die Sicherheitsbehörden jederzeit kontrollierbar und transparent sein. Erhobene Daten sollen in einer speziell für polizeiliche Anwendungen und Belange geschaffenen Sicherheitsinfrastruktur gespeichert werden; eigene Systeme und Anwendungen sollen dabei die Datenübertragung und -verarbeitung absichern. Außerdem soll es Ziel sein, die Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen, insbesondere aus Baden-Württemberg, voranzutreiben, um technisch auf dem neuesten Stand zu sein, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und den Unternehmen zu verdeutlichen, was die Sicherheitsbehörden benötigen. Vorgesehen sind zudem Kooperationen mit ansässigen Forschungseinrichtungen. Technisch sollen moderne Akkus eine lange Einsatzdauer sichern, während hochauflösende Kameras eine optimale Übertragung und Steuerung von Polizeieinsätzen ermöglichen sollen. Da die Polizei rund um die Uhr einsatzbereit ist, müssen auch die Drohnen jederzeit und bei allen Witterungsbedingungen zuverlässig funktionieren.
Experten beraten über Entwicklung einer Polizeidrohne
04.03.2026, 14:16 Uhr
Konferenz in Baden-Württemberg

