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Fortbildung für einen Perspektivwechsel von Polizei und Notärzten

28.11.2025, 10:46 Uhr

Foto: Ärztekammer Sachsen-Anhalt

Nachhaltige Stärkung der Zusammenarbeit


In Magdeburg wurde erstmals eine gemeinsame Fortbildungsveranstaltung von Polizeikräften und Leitenden Notärzten in den Räumlichkeiten der Ärztekammer Sachsen-Anhalt organisiert. Ziel dieser Kooperation ist es, Einsatzabläufe bei lebensbedrohlichen Einsatzlagen (LebEL) zu optimieren sowie die Zusammenarbeit zwischen Sicherheits- und Rettungsdiensten nachhaltig zu stärken. Den Teilnehmern soll die Möglichkeit gegeben werden, neue Perspektiven einzunehmen, die regionale Zusammenarbeit zu stärken und praxisorientierte Ansätze für künftige Einsätze zu entwickeln. Ein besonderes Augenmerk liegt darauf, den Notärzten den Aufbau, die Aufgaben und die Ausstattung der Polizei nahezubringen. Demgegenüber steht die Vermittlung von Abläufen und medizinischen Aspekten der Verletztenversorgung sowie Entscheidungsprozessen von Notärzten in LebEL an die Teilnehmer der Polizei.

Eröffnet wurde der dreitägige Kurs am Montag von Sachsen-Anhalts Innenministerin Dr. Tamara Zieschang, die darauf verwies, dass gerade bei lebensbedrohlichen Einsatzlagen mit vielen Verletzten und schwerwiegenden Verletzungsmustern wie Schuss- oder Stichverletzungen eine enge Abstimmung zwischen Polizei und Rettungsdiensten unerlässlich sei. Ebenso wichtig sei es, die medizinische Aus- und Fortbildung sowie die Ausstattung der Polizeikräfte zu betrachten. Es gehe darum, vorhandene Fähigkeiten optimal zu nutzen, so die Ministerin.

Die Pilotveranstaltung sei das Ergebnis von gut einem Jahr Vorbereitung und solle als Auftakt weiterer gemeinsamer Veranstaltungen von Ärztekammer, Polizei und anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) gesehen werden. Es werde angestrebt, diese Thematik langfristig in die Fortbildung von Ärztinnen und Ärzten zu implementieren, erklärte Prof. Dr. med. Ebmeyer, Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt.

An der ersten Veranstaltung nahmen insgesamt 15 Leitende Notärzte sowie acht Polizeibeamtinnen und -beamte aus der Polizeiinspektion Magdeburg und den Polizeirevieren Magdeburg, Bördekreis und Salzlandkreis teil. Im Anschluss sind weitere Fortbildungen in den Flächeninspektionen geplant. 

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