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Greifswald testet Wasserrettungssystem

30.05.2011, 11:40 Uhr

Foto: DRF Luftrettung

Großübung am Bodden mit Sozialministerin

Heute und morgen üben zum ersten Mal Einsatzkräfte die Rettung von Personen in Ufernähe der Insel Oie in Anwesenheit der Sozial- und Gesundheitsministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern (M-V), Manuela Schwesig (SPD). Um die Möglichkeiten und Grenzen des Wasserrettungssystems Greifswald kennen zu lernen, lässt sich die Ministerin im Rahmen der Großübung am heutigen Montag gemeinsam mit DRF-Geschäftsführer Steffen Lutz „retten“. Das einzigartige Greifswalder System zur Wasserrettung wurde vor rund 11 Jahren in enger Kooperation des Ministerium für Soziales und Gesundheit M-V, der DRF Luftrettung und der Berufsfeuerwehr Greifswald entwickelt, wodurch die Rettung in der nordöstlichen Ostsee maßgeblich optimiert wurde. Dabei werden der Rettungshubschrauber (RTH) „Christoph 47“ aus Greifswald, die Rettungsschwimmer der Berufsfeuerwehr Greifswald und ein Seenotrettungskreuzer der Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) eingesetzt. Jeweils ein Mal im Jahr wird der gemeinsame Einsatz am Boden trainiert. An der groß angelegten Übung in diesem Jahr ist auch die Polizeihubschrauberstaffel des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus Laage bei Rostock mit einer EC 135 beteiligt.

Der RTH „Christoph 47“ vom Typ BK 117 ist am Klinikum der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald stationiert, das auch die Notärzte stellt, und hat im vergangenen Jahr 1.369 Rettungseinsätze geflogen, dabei wurde die rot-weiße Maschine der DRF Luftrettung 15 Mal zur Suche von vermissten Personen an der Ostsee eingesetzt. Wie „MVregio“ berichtete, konnten u.a. am Ostersonntag zwei Surfer gerettet und drei vermisste Kinder gesichtet werden. Der RTH der DRF Luftrettung war immer in wenigen Minuten vor Ort und konnte z.B. die Einsatzkräfte zu den Personen lotsen. Deutlich wird dabei, dass der RTH „Christoph 47“ eine wichtige Stütze des Greifswalder Wasserrettungssystems ist und eine enge Kooperation zwischen allen Beteiligten, einschließlich der Leitstellen, unerlässlich ist. (Scholl)

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