Der Landkreis Göttingen, die Stadt Göttingen und der Landkreis Northeim planen, die Kommunale Regionalleitstelle Göttingen und die Einsatzleitstelle Northeim perspektivisch zu einer „Großleitstelle Südniedersachsen“ zusammenzuführen. Voraussetzung dafür sind entsprechende Beschlüsse der Kreistage und des Rates der Stadt Göttingen. Standort, Kosten und Personalbedarf sollen in den weiteren Planungen konkretisiert werden.
Bereits seit 2023 prüfen die beiden Landkreise und die Stadt, wie die Leitstellenarbeit in der Region nachhaltig organisiert und enger verzahnt werden kann. Gemeinsame Strukturen bieten größere Vorteile bei Personalverfügbarkeit, technischer Ausstattung und Leistungsfähigkeit. Durch die Bündelung an einem Standort könnten Doppelarbeiten vermieden, Aufgaben effizienter verteilt und parallele Notrufe zu einem Ereignis besser koordiniert werden. Zudem ließen sich kurzfristige personelle Ausfälle leichter kompensieren und die Widerstandsfähigkeit der Leitstellen insgesamt erhöhen.
Langfristig soll die Großleitstelle in der Rechtsform einer Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) gegründet werden. Als Übergangslösung ist zunächst eine Zweckvereinbarung vorgesehen, um die schrittweise Annäherung beider Standorte zu ermöglichen. Für notwendige organisatorische, rechtliche und technische Anpassungen wird nach Abschluss der Vereinbarung ein Zeitraum von rund 18 Monaten veranschlagt. Des Weiteren soll geprüft werden, ob sich perspektivisch weitere Kommunen an der gemeinsamen Leitstellenstruktur beteiligen und zusätzliche Aufgaben, etwa im Rettungsdienst, in eine gemeinsame Struktur integriert werden können.

