
Armin Kroder, Landrat des Landkreises Nürnberger Land, Bernd Obst, Landrat des Landkreises Fürth, Jörg Volleth, Bürgermeister von Erlangen, Alexander Tritthart, Landrat des Landkreises Erlangen-Höchstatt, Christian Vogel, Bürgermeister von Nürnberg und Mathias Kreitunger, berufmäßiger Stadtrat Fürth (v.l.) (Foto: A. Franke/Stadt Nürnberg)
Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Nürnberg (ZRFN) hat einstimmig den
Neubau der Integrierten Leitstelle (ILS) Nürnberg offiziell beschlossen. Mit dem Votum wird der Startschuss für ein zentrales Infrastrukturprojekt der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr in der Region gegeben. Die neue Leitstelle soll im nördlichen Stadtgebiet Nürnbergs entstehen und langfristig eine leistungsfähige und zukunftsorientierte Notruf- und Einsatzsteuerung gewährleisten.
Die ILS Nürnberg ist zuständig für die Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen sowie die Landkreise Nürnberger Land, Fürth und Erlangen-Höchstadt. Insgesamt werden rund 1,2 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner auf einer Fläche von ca. 2.000 km² versorgt. Steigende Einsatzzahlen, neue technische Anforderungen und erhöhte Sicherheitsstandards für Kritische Infrastrukturen machen den Neubau erforderlich. Geplant ist eine moderne Leitstelle mit hochverfügbarer IT, redundanten und resilienten Strukturen für Krisen- und Ausnahmelagen sowie ergonomisch gestalteten Arbeitsplätzen. Zudem soll das Gebäude Raum für Aus- und Fortbildung, Simulation und Qualitätssicherung bieten und die Grundlage für weitergehende Digitalisierung sowie den Einsatz neuer Technologien schaffen.
Mit dem Beschluss wird nun die konkrete Planungsphase fortgeführt. Diese umfasst die bauliche und technische Detailplanung sowie die Vorbereitung der Ausschreibungen. Neben den Räumlichkeiten für die ILS werden weitere städtische Nutzungseinheiten integriert, darunter Stabs- und Führungsräume für Großschadenslagen sowie Bereiche für Elektro- und Kommunikationstechnik der Feuerwehr Nürnberg. Die Inbetriebnahme ist – vorbehaltlich der weiteren Genehmigungsprozesse – für das Jahr 2030 vorgesehen. Die Kosten für den Neubau der ILS sollen sich auf rund 73,8 Mio. Euro belaufen, wobei mit rund 8 Mio. Euro Fördermitteln des Freistaats Bayern gerechnet wird. Das bestehende Leitstellengebäude soll künftig als Notleitstelle genutzt werden.
