Gemeinsam mit dem Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr präsentierte die JUH am Freitag, den 23. Januar, auf dem Gelände des Bundesministeriums der Verteidigung in Bonn die neue Verwundetentransportkomponente 100 (VTpK-JUH100): Insgesamt stellt die Hilfsorganisation 100 Krankentransportfahrzeuge (mindestens KTW Typ A) für den qualifizierten Transport Verwundeter bereit. Die Fahrzeuge können sowohl für Einsätze im Inland als auch – bei entsprechender Anforderung – im Bündnisgebiet eingesetzt werden. In der Regel ist die Komponente dafür zuständig, verletzte Soldaten aus den sogenannten Hubs (Aufnahmezentren) des Sanitätsdienstes der Bundeswehr in Deutschland aufzunehmen und zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser oder andere geeignete medizinische Einrichtungen zu verlegen. Zugleich kann die VTpK-JUH100 auch im Bevölkerungsschutz eingesetzt werden, etwa bei Evakuierungen von Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen in Großschadens- oder Krisenlagen.
Die VTpK-JUH100 setzt sich aus Fahrzeugen und geschultem Personal aller Johanniter-Regionalverbände zusammen und ist für einen Einsatzzeitraum von bis zu drei Monaten vorgesehen. Der Großteil der Einsatzkräfte rekrutiert sich aus dem ehrenamtlichen Bereich. Vorbereitung und Einsätze werden über das Johanniter-Bundeszentrum für Krisenmanagement (JBK) zentral koordiniert. Durch die Aufstellung der Komponente soll es zu keiner Einschränkung des örtlichen Bevölkerungsschutzes kommen.

