Auch dieses Jahr stellten die Hilfsorganisationen die sanitätsdienstliche Versorgung während der Karnevalstage in Nordrhein-Westfalen sicher. Insgesamt kamen dabei 74.453 geleistete ehrenamtliche Einsatzstunden zusammen, was rund 9.307 Arbeitstagen à 8 h und somit 5,3 Jahren bezahlter Arbeit eines normalen Arbeitnehmers mit 20 Urlaubstagen entspricht. Getragen wurde der Einsatz vom ASB NRW, vom DRK-LV Nordrhein und DRK-LV Westfalen-Lippe, von den Johannitern NRW sowie den Maltesern NRW. Landesweit begleiteten 7.489 Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen insgesamt 537 Veranstaltungen – von kleinen Saalveranstaltungen bis hin zu großen Straßenumzügen. Besonders stark gefordert waren die Teams in den Karnevalshochburgen am Niederrhein sowie in Aachen, Düsseldorf und Köln.
Während der Session wurden 4.429 Patientinnen und Patienten medizinisch versorgt. Das Einsatzspektrum reichte von Schnitt- und Bänderverletzungen über Kreislaufbeschwerden bis hin zu alkoholbedingten Notfällen. Positiv hervorzuheben sei, dass es zu keinem bekannt gewordenen Übergriff auf Einsatzkräfte gekommen sei. Stattdessen hätten vielen Helfer von einer großen Wertschätzung ihrer Arbeit berichtet.
In Köln unterstützten beim Rosenmontagsumzug mehrere hundert ehrenamtliche Rettungskräfte aus dem gesamten Bundesgebiet, u.a. aus Hamburg, Hannover, München und Berlin. Der rund neunstündige Umzug mit 11.500 Teilnehmern sei insgesamt ruhig verlaufen, und die Zahl der Einsätze und Hilfeleistungen habe im erwarteten Rahmen gelegen.
An vielen Tagen erstreckte sich die sanitätsdienstliche Absicherung von 8.00 bis 23.00 Uhr. Neben ASB, DRK, JUH und MHD unterstützten örtlich auch Einheiten der DLRG und des THW. Durch eine Einsatzplanung, abgestimmte Kommunikationswege und die enge Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr und Ordnungsbehörden hätten kritische Situationen früh erkannt und größere Schadenslagen vermieden werden können. Auch der schwerverletzte „Wagenengel“ bei einem Unglück am Veilchendienstag in Mönchengladbach sei umgehend von Kräften einer nahegelegenen Unfallhilfsstelle der Johanniter versorgt worden. Auch sei die Zahl schwerwiegender Zwischenfälle trotz zahlreicher Hilfeleistungen unter dem Niveau der vergangenen Jahre geblieben.

