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Kooperationsprojekt will Handlungssicherheit in gefährlichen Einsatzlagen stärken

09.07.2026, 15:11 Uhr

Foto: Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern

MERP soll Leitlinien und Handlungsempfehlungen entwickeln


Das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern startete zum 1. März 2026 gemeinsam mit der DRF-Luftrettung und dem DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern das Kooperationsprojekt MERP (Medizinische Einsatztaktik von Rettungsdienst und Polizei), das bis Ende Februar 2028 laufen soll. Ziel sei es, Polizei, Rettungsdienst, Luftrettung und Katastrophenschutz enger zusammenzuführen, um bei komplexen und gefährlichen Einsatzlagen ein gemeinsames medizinisches Verständnis sowie abgestimmte Abläufe zu schaffen. Auf diese Weise solle die Handlungssicherheit aller beteiligten Organisationen erhöht werden.

Kern des Projekts seien umfassende Aus- und Fortbildungen, die medizinische und taktische Inhalte miteinander verbinden. Trainingsmaterial, Notfalldarstellung und praxisorientierte Szenarien sollen die Einsatzrealität möglichst genau abbilden. Parallel dazu würden Leitlinien, Handlungsempfehlungen und verbindliche Standardarbeitsanweisungen entwickelt, die die organisationsübergreifende Vorgehensweise festlegen. Führungskräfte des Rettungsdienstes, Fachleute der Luftrettung, Einheiten des Katastrophenschutzes und spezialisierte Polizeikräfte sollen im intensiven Austausch ein Verständnis für die Rollen, Herausforderungen und Entscheidungswege der jeweils anderen Organisation entwickeln.

Den Abschluss bildet eine gemeinsame Übung, die sich an realen Bedrohungslagen orientieren und die neu geschaffenen Strukturen unter geschützten Bedingungen erproben soll. Die Ergebnisse werden anschließend fachlich ausgewertet, um Stärken sichtbar zu machen und Verbesserungspotenziale zu benennen. Die im Projektverlauf entstehenden Verfahren und die gemeinsame Sprache der beteiligten Organisationen sollen über Mecklenburg-Vorpommern hinaus auch anderen Bundesländern als Referenz dienen können.

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