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Kranken- und Behindertenfahrdienste in NRW wollen streiken

12.06.2024, 09:54 Uhr

Foto: VdKBf

Verband erwartet Auswirkungen auf den Rettungsdienst


Seit acht Monaten verhandeln die Kranken- und Behindertenfahrdienste mit den Krankenkassen in NRW über eine einheitliche und gerechte Vergütung. Trotz steigender Betriebskosten, die durch die Inflation, hohe Spritpreise und den Mindestlohn entstünden, kämen die Krankenkassen den Forderungen des Verbands der Kranken- und Behindertenfahrdienste (VdKBf) nicht entgegen, heißt es in einer Stellungnahme. Das führe bei den Fahrdiensten nicht nur zu finanziellen Engpässen, sondern auch zu Problemen bei der Patientenversorgung. Deshalb sehe sich der Verband nun gezwungen, in den Streik zu treten.

Aufgrund der fehlenden einheitlichen Vergütung führet die schlechte Bezahlung dazu, dass immer mehr Fahrdienste den Betrieb einstellen müssten. Dadurch werde der Druck auf den Rettungsdienst erhöht, was zu weiteren Kostensteigerungen führe. Der Vorstand des VdKBf vertritt die Ansicht, dass die Krankenkassen durch ihr Verhalten die Krise im Rettungsdienst verschärft.

Der Streik des Verbandes soll am 17. Juni beginnen und als Folge sind lange Wartezeiten, ausfallende Arzttermine und zu verschiebende Therapiesitzungen zu befürchten. Der VdKBf fordert die Verantwortlichen auf, schnell zu handeln, damit die Versorgung der Patientinnen und Patienten sichergestellt bleibt.

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