Der Landkreis investierte in neue Fahrzeuge und Ausrüstung für den Katastrophenschutz, abgestimmt auf seine Bedarfs- und Entwicklungsplanung sowie mit Kommunen und Hilfsorganisationen. In Rüsselsheim am Main sind nun ein Tanklöschfahrzeug (TLF) Waldbrand, ein Abrollbehälter mit Tank und ein Rettungsboot stationiert, die auch der örtlichen kommunalen Gefahrenabwehr zur Verfügung stehen.
Im Rahmen der „Sofortmaßnahmen Klimawandel“ – veranlasst durch die Flutkatastrophe 2021 sowie Waldbrände in Hessen, insbesondere in Mörfelden-Walldorf – wurden zuletzt wiederholt Löschfahrzeuge beschafft. Wie notwendig dies ist, zeigt sich daran, dass die beiden neuen TLF bereits sechsmal im Einsatz waren, bevor sie offiziell in Dienst gestellt wurden. Die TLF sind für Wald- und Vegetationsbrände in schwer zugänglichem Gelände ausgelegt und erreichen abseits von Straßen jeden Einsatzort außerhalb von Ortschaften – etwa auch bei Flugzeugabsturz oder Zugbrand auf freier Strecke. Dank ihrer Beladung dienen sie zudem als Unwettereinheit bei Starkregen und können, da sie Wassertiefen bis 1,20 m durchfahren, auch bei Hochwasser eingesetzt werden. Stationiert sind sie bei den Feuerwehren Biebesheim und Rüsselsheim-Bauschheim.
Ebenfalls vorgestellt wurde der ferngesteuerte Löschroboter Wolf R1, der vorrangig bei Wald- und Vegetationsbränden auf munitions- oder kampfmittelbelasteten Flächen, wie z.B. im Wald rund um den Flughafen Frankfurt, sowie bei für Einsatzkräfte zu gefährlichen Lagen wie Gefahrgutbränden oder ausgedehnten Tiefgaragenbränden zum Einsatz kommt. Standort ist die Feuerwehr Ginsheim-Gustavsburg.
Der Kreis finanzierte die Abrollbehälter Tank (10.000 l) in Mörfelden-Walldorf und Rüsselsheim/Stadt vollständig; der Wassertransportwagen Riedstadt (15.000 l) in Erfelden wurde je zur Hälfte von Riedstadt und dem Kreis finanziert. Alle drei Systeme stellen bei Groß- und Vegetationsbränden schnell Löschwasser bereit, bis eine stabile Versorgung aufgebaut ist, waren bereits im Einsatz und können im Notfall auch die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung sichern.
Der neue Einsatzleitwagen Rettungsdienst (Sanität-Betreuung-Rettungsdienst, SBR) SBR) ersetzt ein Vorgängerfahrzeug und dient als mobile Führungseinrichtung zur Koordination bei Einsätzen mit vielen Verletzten; sein Standort richtet sich nach dem diensthabenden OrgL RD. Der Einsatzleitwagen Bereitstellungsraum Rettungsdienst der DRK-Ortsvereinigung Raunheim koordiniert Bereitstellungsräume und Einsatzabschnitte bei rettungsdienstlichen Großlagen und ersetzt ein nicht mehr einsatztaugliches Fahrzeug des Raunheimer DRK.

