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Kreis Gütersloh und Kreis Paderborn rücken näher zusammen

09.03.2026, 17:09 Uhr

S. Reckhaus, Dr. A. Brandt, Landrat Christoph Rüther, Landrätin Ina Laukötter, Dr. A. Lißner und J. Theis (v.l.) (Foto: Kreis Gütersloh)

„Eine Leitstelle mit zwei Standorten“


Bei einem Arbeitstreffen auf höchster Ebene haben die Kreise Paderborn und Gütersloh weitere Schritte der Zusammenarbeit besprochen. Ein entsprechender „Letter of Intent“ ist bereits im vergangenen Jahr von der Politik verabschiedet und unterzeichnet worden. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden besprachen Landrat Christoph Rüther und Landrätin Ina Laukötter auch Arbeitsfelder jenseits der Leitstellen, in denen künftig ein enger Austausch geplant ist. Dazu gehört u.a. die Frage, wie in Zukunft sogenannte Leerfahrten im Rettungsdienst finanziert werden sollen, nachdem die Krankenkassen angekündigt hatten, diese nicht länger übernehmen zu wollen. Auch beim Zivilschutz und bei der Erstellung des Katastrophenschutzbedarfsplanes wollen sich beide Kreise künftig eng abstimmen.

Zur Diskussion steht die Frage, ob künftig nur noch eine Leitstelle pro eine Million Einwohner zuständig sein soll. Gemeinsam kommen die Kreise Paderborn und Gütersloh bereits auf rund 700.000 Einwohner. Die Zusammenarbeit soll dabei so eng werden, dass man perspektivisch von „einer Leitstelle mit zwei Standorten“ sprechen könne, so Rüther.

Das Zusammenwirken der Leitstellen soll künftig weit über die reine Technik hinausgehen. Neben der gegenseitigen Rückfallebene soll es möglich sein, nicht nur im Bedarfsfall füreinander einzuspringen, sondern sich auch technisch, personell und organisatorisch zu unterstützen – von gemeinsamer Beschaffung über Aus- und Fortbildung bis hin zur alltäglichen und krisenbedingten Unterstützung.

Auch organisatorisch soll die Kooperation vertieft werden, sodass Prozesse optimiert werden. Bereits in der ersten Jahreshälfte sollen der Politik die vertraglichen Grundlagen vorgelegt werden. Den Weg zu einer engeren Zusammenarbeit haben beide Kreise schon 2024 eingeschlagen. Der Zeitpunkt sei günstig, da sowohl Paderborn als auch Gütersloh den Neubau einer Leitstelle planen.

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