Der Kreis Lippe erweitert zum 1. Februar sein Angebot an Arbeitszeitmodellen im Rettungsdienst und führt ergänzend zum bisherigen System ein 24-h-Schicht-Modell ein. Damit wird nach Angaben des Kreises ein langjähriger Wunsch vieler Mitarbeitenden aufgegriffen. Bei einer internen Befragung unter den Beschäftigten im Rettungsdienst hätten rund 65% Interesse am 24-h-Modell angegeben. Nach einer sechsmonatigen Erprobungsphase könnten die Mitarbeitenden entscheiden, ob sie dauerhaft bei dem neuen Modell bleiben oder zum bisherigen Schichtsystem zurückkehren möchten. Auch werde mit den neuen Arbeitszeitmodellen auf das wachsende Interesse an flexibleren Arbeitszeitformen von Bewerberinnen und Bewerbern reagiert. Mit der Anpassung des Tarifvertrags zum 1. Januar 2026 seien 24-h-Schichten nun unter klar definierten Rahmenbedingungen zulässig.
Der 24-h-Dienst im Rettungsdienst im Kreis Lippe soll in der Regel einen vollständigen Kalendertag umfassen, meist von 7.00 Uhr bis 7.00 Uhr am Folgetag, und sich aus aktiven Einsätzen sowie Phasen der Arbeitsbereitschaft zusammensetzen. Auf eine 24-h-Schicht sollen üblicherweise mindestens 48 h Freizeit folgen, ergänzt durch weitere Freischichten im Turnus.
Ausgenommen von der neuen Regelung sind die Rettungswachen in Lemgo und Bad Salzuflen. Dort könnten aufgrund des hohen Einsatzaufkommens lange Schichten zu einer zu großen körperlichen und mentalen Belastung führen, teilte der Kreis mit. Zum Schutz der Mitarbeitenden und zur Gewährleistung der Patientensicherheit bleibe es an diesen Standorten bei den bewährten 12-h-Schichten.

